Hallo,
an dem Institut, an dem ich den größten Teil meiner Doktorarbeit angefertigt habe, hatte ich ein Röntgengerät zur Verfügung, das wesentlich mehr Power hatte, als die Dinger, die ein Arzt üblicherweise hat. So ein Gerät wird z.B. zum Kontrollieren von Verschweissungen verwendet.
Ich hatte damals das Problem, daß die üblicherweise verwendeten Sofortbild-Packages sehr teuer waren, etwa 5 Mark pro Bild, so daß davon nicht viel für Fremdzwecke verwenden konnte. Ich habe dann später ein Verfahren entwickelt, mit dem ich billiges Fotopapier verwenden konnte. Da kam dann zusätzlich noch der nette Effekt dazu, daß das Elektronenmikroskop umgebaut wurde und eine digitale Bildaufnahme bekam, so daß das Fotopapier keine weiteren Abnehmer hatte.
Der Nachteil der neuen Methode war ein größerer Arbeitsaufwand, da das Röntgengerät nicht im selben Haus stand, wie das Fotolabor und in der Nähe des Röntgengerätes auch kein Platz für die Einrichtung einer provisorischen Dunkelkammer war. Das bedeutete, daß ich nach quasi jedem Foto rennen musste. Das hat meine Experimentierfreude in dieser Hinsicht deutlich gebremst.
Fazit: Ich habe ein paar Röntgenfotos gemacht, aber in der Regel nur einen weissen Schatten dort festgestellt, wo der Stein lag. Das, was du da hast, ist um Längen besser, ließe sich jedoch mit einem härteren Strahler und mehr Power deutlich schärfer darstellen. In Arztgeräten findet man so etwas nicht, die sind auf Patientenschonung ausgelegt und emitieren so wenig Strahlung wie möglich.
schöne Grüße
Tobias