Ja, das mit der Fundortangabe für die Wertschätzung eines Minerals ist natürlich absolut richtig.
Da ich aber schwerpunktmäßig weder Uranglimmer noch Freiberg sammle, dient es mir eben als netter Beleg dafür. Selbst mit Fundortangabe wären die Stufen nichts wert, weil einfach, verglichen mit den bekannten Stufen aus Bergen, der Besatz einfach zu winzig ist. Anfang Juni wurde im Steinbruch erst wieder ein Gang mit Uranocircit angefahren.
Also die Stufen lagen alle auf einem frisch aufgeschlagenen Haufen direkt am Fuß der Halde neben dem Weg, als quasi am "Eingang". So rötlicher Baryt ist mir sonst noch nie auf dem Lorenz Gegentrum begegnet (und ich hab dort schon zwei Tage gewühlt). Der Baryt dort ist eher weiß und mitunter farblos transparent und bildet teilweise ausgezeichnete, wenn auch sehr kleine Kristalle (siehe Testforum).
Da Stephan gestern wohl noch so einen Haufen bemerkt hat, müßte er mal schreiben, wo der lag.
Also eine Durchmischung mit dem Haldenmaterial lag nicht vor. Die Stufen waren auch allesamt sehr frisch, nur mit ganz lockerem Dreck dran. Auf dem Lorenz sind die teilweise extrem hartnäckig verdreckt. Eine Fremdverkippung liegt daher mit ziemlicher Sicherheit vor.
Richtig ist, daß solcher roter Baryt auch im Schlemaer/Hartensteiner Revier vorkommt. ich habe dort auch schon stundenlang solche Brocken zerklopft, weil dort ganz selten Drusen von grünem Fluorit drin sind. Dabei habe ich aber noch nie Uranglimmer gefunden (was natürlich nicht heißt, daß es sie nicht so da geben kann).
Beim nochgooglen hab ich noch zum Granitbruch Bergen das hier gefunden:
"Anderseits durchziehen dünne Klüfte und Gänge in etwa Nord – Süd - Richtung den Bruch. Sie bestehen aus
fleischroten Baryt und Quarz ( zum Teil in schönen Morionkristalle). Diese Gänge, die früher auch Gegenstand des nahen Wismutbergbaues waren, führen in Lehmdrusen die für den Bruch bekannten herrlichen Uranglimmerbildungen. "
http://home.arcor.de/kristalldruse/bergen.htm Also stimmt die Matrix doch überein.