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Analysen (mit Daten)
guefz:
Hallo,
also ich halte es vor allem für sinnvoll, die einzelnen Ergebnisse erst mal zu diskutieren und nicht einfach alle auf einen großen Haufen zu werfen. Da kommt man bei Diskussion garantiert durcheinander.
Meine Anmerkung bezieht sich auf die Unterscheidung Beudantit/Segnitit: Das als Referenz für Segnitit angeführte Spektrum R060342 ist laut Rruff-DB "not yet confirmed", kann also irgendwas sein, vermutlich aber kein Segnitit, wenn man es mit dem Beudantit vergleicht. R060342 zeigt ebenfalls eine deutliche Bande im Bereich, der normalerweise Sulfat-Gruppen zeigt. Ansonsten unterscheidet es sich bei den kleinen Banden deutlich von Beudantit. Bei zwei Mineralen, die sich nur durch den Sulfatgehalt voneinander unterscheiden, würde man das eigentlich nicht so deutlich erwarten. Daher meine Skepsis bei dieser Referenz.
Für das Plotten dieser Spektren halte ich es auch für sinnvoll, die Spektren normiert auf ihr Maximum zu Plotten. Dann sind wenigstens die Verhältnisse der Banden untereinander auf die gleiche Art erkennbar. Die absolute Höhe der Banden sagt bei einfachen Raman-Messungen eh nicht viel aus, da sie u. U. sehr stark von der Ausrichtung des Kristalls zum Laserstrahl abhängt.
Wenn wie hier Sulfat durch Raman nachgewiesen wird, ist immer noch die Frage, ob es genug ist, um nach der 50%-Regel Beudantit zu ergeben.
Günter
guefz:
Bei der Annabergit-Messung fehlt auf jeden Fall eine Bestätigung durch EDX. Nach meiner Erfahrung sind die eng verwandten Arsenate Annabergit, Babanekit, Erythrin, etc. mit Raman allein nicht zu unterscheiden. Die Banden der Referenzen weichen nur sehr gering voneinander ab und es liegen meist mehr oder weniger wilde Mischkristalle vor.
Günter
guefz:
Zur Beudantit/Segnitit Problematik noch folgende Literaturangaben:
The molecular structure of the mineral beudantite PbFe 3 (AsO 4 ,SO 4 ) 2 (OH) 6 – Implications for arsenic accumulation and removal
Ray L. Frost , Sara J. Palmer, Henry J. Spratt, Wayde N. Martens
Journal of Molecular Structure 988 (2011) 52–58
Molecular structure of segnitite – a Raman spectroscopic study
Ray L. Frost , Matt L. Weier a , Wayde Martens a and Stuart Mills
Journal of Molecular Structure 752 (2005) 185-192
Uwe Kolitsch:
Bei der "Annabergit"-Probe stimme ich Günter zu.
Da die EDS-Daten ("Pos1", "Pos2") des Beudantits eindeutig sind, war eine Raman-Analyse eigentlich gar nicht nötig. Ich vermute, Joy hat die Raman-Spektren hauptsächlich für seine Raman-Datenbank aufgenommen.
Lynx:
Zu Annabergit
Günter, es gibt EDX-Daten (EDIT: nicht von Joy) dazu die eindeutig für Annabergit sprechen. Leider habe ich keine Erlaubnis, die zu veröffentlichen, weshalb ich das hier nicht hernaziehn möchte,
Ggf. kann ich dazu aber nochmals Joy anfragen.
Zu Beudantit.
Die Geschichte dahinter ist, dass es auch hier mehrere EDX-Messungen gibt. Da wollte ich sicher gehen, dass auch eine Raman Analyse analoge Resultate gibt.
Generell:
Ich stelle hier Daten ein. Meist gibt es nur die Aussagen "analysiert" . Ihr seht hier, dass Daten Fragen aufwerfen - keine Daten anscheinend nicht...
Soll ich den Thread dann überhaupt fortführen, wenn er so negativ ankommt?
Gruß
Martin
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