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Analysen (mit Daten)
guefz:
Bei dem Rruff-Spektrum ist der Untergrund bereits abgezogen, man sieht hier also nicht, wie der Untergrund bei diesem Spektrum ausgesehen hat. Deswegen vergleiche ich meine Messungen immer erst dann mit der Datenbank wenn ich auch den Untergrund abgezogen habe. Dann habe ich bei beiden Spektren die gleiche Verarbeitungskette und damit vergleichbare Bedingungen (im Zweifelsfall auch die gleichen Artefakte). Da die Intensitäten manchmal auch sehr unterschiedlich ausfallen können, plotte ich alle Spektren immer mit Normierung auf das Maximum, so dass eine visuelle Begutachtung einfacher wird.
Die zusätzliche Bande wird von einer Verunreinigung stammen. Da von dieser Messung nur XRD-Daten, aber keine chemischen Daten vorliegen, ist das schwer zuzuordnen.
Lynx:
Hallo Günter,
ja, klar. Ich hab rumgespielt und einen Fit versucht hineinzulegen. Leider nicht so erfolgreich, danach sah das Spektrum etwas artefaktiös aus. Die Untergrundabzieherei macht im Excel wenig Spass... Ich werde mich nächstes Mal daran versuchen, das anderswo aufzubereiten (spctragryph oder CrystalSleuth oder sowas) oder doch Joy bitte, da vorher konsequent den Untergrund rauszurechnen... So zeigt das Spektrum aber immerhin, was einem begegnen kann.
Wegen der zusätzlichen Bande, das ist jetzt vielleicht spekulativ: Im Infrarot-Spektrum tritt die bei Frost auf: "A band is observed in the infrared spectrum at 906 cm-1 which is not found in the Raman spectra. This band is attributed to the OH deformation mode." aus Frost 2005.
Ist es vorstellbar, dass da aus einer IR-aktiven antisymmetrischen Schwingung beim synthetischen Objekt (Frost 2005) eine symmtrische Raman-aktive Polarisierbarkeit beim natürlichen Objekt wird? Dass dabei vielleicht nicht Verunreinigung sondern auch Defekte eine Rolle spielen? Oder doch beim natürlichen Beaverit-Cu hier bei der Orientierung der OH-Gruppe die Symmetrie anders ist?
Gruss, Martin
P.S.: Wenn Du die unbearbeiteten RRUFF-Daten herunterziehst und mit demselben Algorithmus Deine Daten und die RUFF-Rohdaten bearbeitest, dann hättest Du alle Datenaufbereitungsschritte im Griff...
guefz:
--- Zitat von: Lynx am 18 Jan 20, 23:23 ---P.S.: Wenn Du die unbearbeiteten RRUFF-Daten herunterziehst und mit demselben Algorithmus Deine Daten und die RUFF-Rohdaten bearbeitest, dann hättest Du alle Datenaufbereitungsschritte im Griff...
--- Ende Zitat ---
Da die bearbeiteten Rruff-Spektren ja auch mit deren Software entstanden sind und meine ebenfalls, sind die Verarbeitungsschritte vergleichbar wenn nicht gar identisch in diesem Punkt. Dein Vorschlag wäre interessant, wenn man einen anderen Algorithmus testen will. Dann muss man aber ein Skript über die Rruff-Daten laufen lassen, sonst dauert das zu lange...
guefz:
Ach so, noch was: Peak-Fitting mache ich gelegentlich auch wenn ich überlagernde Banden voneinander trennen will. Dafür verwende ich die Software "Fityk". Das Beispiel zeigt ein Tetraedrit-Spektrum.
Lynx:
Hallo Günter
Ja klar - Du hast die Sachen schon in deren Software, ich vergaß! Leider sitze ich hier am Mac und CrystalSleuth läuft nur auf PC :-(
Ich werds mir genauer anschauen, wenn ichs mal auf einem PC hab.... Weil eigentlich zunächst ja alles als Lumineszenz behandelt werden müsste, was Messartefakte angeht. Und erst, wenn sozusagen das Spektrometer+die Lichtquelle und Filter+Lumineszenzen+Untergrundlicht herazsgerechnet sind Raman übrigbleibt. Oder sehe ich das falsch?
Mit Peak-Fitting hab ich immer ein bisschen Bauchweh, weil die tatsächlich nötige Anzahl an Freiheitsgraden (d.h. Komponenten in der Anpassung) gegebenenfalls unbekannt ist.... Aber ja, manchmal muss es wohl sein.
Gruß, Martin
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