Vermischtes / Miscellaneous / Varios > Dies und Das / this and that

Mineralogisches Museum Marburg geschlossen

<< < (2/3) > >>

Pcheloyad:
Guten Morgen Jürgen,

Auch ich hatte beruflich ( ehemaliger Hoechst-Konzern ) mit Sicherheitsbestimmungen,Brandschutz,AS,MAK etc. täglichen Umgang.

Ich schreibe bewusst ( ! ) an mangelnden Finanzen und technischen Mitteln ( äußere Fluchttreppe am Mauerwerk, Bödenerneuerung etc.p.p. )  lag es weder in 2011, noch jetzt, im Jahr 2021.

Dr. Masberg zeigte mir sogar den wunderbaren Gewölbekeller, der von der fantastischen Bauleistung der damaligen Erbauer zeugte.

Nur "unterm Dach" waren wir nicht.

 Mangelnde Ortskenntnis lasse ich mir nicht unterstellen.

In Zeiten der Bereicherung und unkontrollierten Verschwendung von Steuerzahlergeldern, wäre es ein "Klacks" einen mittleren bis oberen 6stelligen Betrag freizugeben, seitens der zuständigen Personen ("Wasserköpfe" ) im ( ebenfalls von Steuergeldern finanzierten ) öffentlichen Sektor.

Sich abschrecken zu lassen von Aussagen wie : " zu hohe Investitionskosten"  unterstützt , m.M.n. nur den wissenschaftlichen und kulturellen Niedergang, hier im Falle der Mineralogie und ihrer Kulturgeschichte.

Wenn jemand noch Kontakt zu Dr. Masberg hat, bitte herzliche Grüße bestellen von

Familie Voigt  ( ehemals Erftkreis )

Harzsammler:

--- Zitat von: Pcheloyad am 17 Feb 20, 09:03 ---In Zeiten der Bereicherung und unkontrollierten Verschwendung von Steuerzahlergeldern, wäre es ein "Klacks" einen mittleren bis oberen 6stelligen Betrag freizugeben, seitens der zuständigen Personen ("Wasserköpfe" ) im ( ebenfalls von Steuergeldern finanzierten ) öffentlichen Sektor.

Sich abschrecken zu lassen von Aussagen wie : " zu hohe Investitionskosten"  unterstützt , m.M.n. nur den wissenschaftlichen und kulturellen Niedergang, hier im Falle der Mineralogie und ihrer Kulturgeschichte.

--- Ende Zitat ---
...da hast du leider Recht, am Geld kann es nicht liegen, es werden nur die Prioritäten anders gesetzt.
So plant man für die neue "Kunstscheune" in Berlin mit mittlerweile 450Mio €  ::)  mit Sicherheit + X versteht sich.

Grüße,
Michael

Kluftknacker:
Moin.
Ich kenne das Museum von Innen nicht, erlaube mir aber zu schreiben: Brandschutz geht immer vor!
Will man die Ausstellung fortführen, muss man die Auflagen erfüllen oder in andere Räumlichkeiten (der Uni) umziehen.

Allerdings kenne ich da auch andere "Kandidaten", die einer "Gefahrenverhütungsschau" unterworfen werden müßten...

'auf!

Baryt-X:
Hallo Gemeinschaft des Mineralienatlas,

es liegt mit durchaus fern, mich zu den „Dauermeckerern“ hinzugesellen zu wollen….

Aber DIESE Information birgt doch reichlich Unmutspotenzial, will ich meinen.

Das Museum kann natürlich und völlig nachvollziehbar in seiner uralten Bausubstanz den heutigen Bauvorschriften, allen voran den Brandschutzauflagen, keinesfalls genügen.
Es darf und muss indes erlaubt sein, an dieser Stelle erhebliche Bedenken zu äußern, was die Anwendung solcher Vorschriften betrifft, wenn sie, nach guter deutscher (Un-)Sitte bis ins kleinste Detail zur Ausführung kommen und i. d. R. katastrophale finanzielle Konsequenzen für die Eigentümer und / oder Betreiber einer solchen Immobilie/Einrichtung nach sich ziehen!
Es stellt sich mir die Frage, ob in diesem Fall womöglich Ausnahmeregelungen zur Anwendung kommen könnten, die eine für alle Beteiligten tragfähige Kompromisslösung darstellen oder sollte es am Ende diesem altehrwürdigen Bau und mit ihm den in Fach- und Sammlerkreisen hochgeschätzten Sammlungen genauso ergehen, wie bereits vielen öffentlich zugänglichen Mineraliensammlungen auch: ausrangiert, vergessen, verpackt und irgendwann auf wundersame Weise im Nebel der Geschichte oder in anderen dubiosen Kanälen entschwunden?!?
Ich möchte lieber keine Wette eingehen, da ich fürchte, sie zu gewinnen…. Es wäre nicht die erste und wird mit Sicherheit auch nicht die letzte naturhistorische Einrichtung dieser Art sein, welche „….aus Gründen mangelnden öffentlichen Interesses….“ zugunsten einer für die „bessere Gesellschaft“ konzipierten Ausstellung mehr oder weniger sinnvoller Installationen und anderer so genannter moderner Kunstwerke weichen muss.

Die Natur hat einfach keine Lobby mehr; - das ist eine Tatsache und mehr als traurig!
Ich hoffe auf das Beste, doch mir fehlt der Glaube……

Glück-Auf,
Andi 

skibbo:
Würde sich der Sturm der Entrüstung z.b. in Briefen an die Universität und andere zuständige Stellen ausdrücken, würde man wenigstens ein Zeichen setzen und um dieses Museum kämpfen. Es gibt, auch dank des Internets, viele Wege als Gemeinschaft für eine Sache zu kämpfen. Sich hier über Wasserköpfe und Finanzgräber auszulassen wird herzlich wenig dazu beitragen, dass das Museum irgendwann wieder zugänglich wird.

Meine Meinung dazu.

Jedenfalls ist das Museum nun vorerst geschlossen.

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln