Glück Auf!
Man kann den Ritzhärtetest auch direkt unter dem Mikroskop durchführen. Es ist natürlich immer abhängig von den technischen Möglichkeiten. Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, dass das geht. Zur Sicherheit nutze ich immer noch eine sicher bestimmte Referenzprobe, da auch ich mir manchmal unsicher bin mit der erforderlichen Anpresskraft bei so kleinen Krümeln.
Als eine Alternative kann man einen Tropfen konzentrierte Salpetersäure auf die betreffende Stelle geben, den Tropfen eintrocknen lassen und schauen welche Färbung das sich bildende Nitratgemenge hat. Bei Anwesenheit von Kupfer trittt eine mehr oder weniger deutliche Blaufärbung auf. Eigentlich würde ich vorschlagen, einen Krümel herauszupräparieren, den auf einen Glasträger zu geben, einen Tropfen konzentrierte Salpetersäure dazugeben, dann alles eintrocknen und kristallisieren lassen, das Endprodukt unter dem Mikroskop anschauen und ein Analyseergebnis notieren. Bei einer quarzreichen Matrix ist das aber schwierig. Bei karbonatischer Matrix klappt der Test schlecht, da die Säure sich zu schnell an den Karbonaten verbraucht. Manchmal sieht man aber einen blassen Blauschimmer in dem Nitratgemenge. Die sehr wahrscheinlich dabei auftretenden gelben Pusteln oder Blumenkohlgewächse sind gediegen Schwefel. Beim Umgang mit Salpetersäure sind die entsprechenden Gefahrenhinweise und Arbeitsvorschriften zu beachten.
Mit freundlichen Grüßen
Das Felsenmammut