Ein Hallo an die Petrolgenfront

Bei einer Strandwanderung, (Ostsee, Nahe Kiel) habe ich einen grünlichen Stein gefunden. Als Petrologe-Neuling konnte ich ihn vor Ort nicht einordnen und ich nahm ihn mit um ihn unter dem Bino zu betrachten. Aber ich merke, dass ich hier schnell an meine Anfängergrenze komme. Von daher wollte ich euch um Rat und Tat bitten.
Hier eine Beschreibung:
Das Gestein ist in seiner Gesamtform stark grünlich. Auffällig ist seine Vielzahl an dunklen aber stark reflektierenden Einsprenglingen. Die Zwischenräume/Matrix ist sehr feinkörnig und erst unter dem Bino sieht man eine Körnigkeit => Einteilung als Plutonit.
Das Abmaß ist 10 x 7 x 6 cm mit einem Gewicht von 750 g.
Auf einer Glasscheibe ist ein Quarren zu vernehmen, allerdings erst nach mehreren Versuchen, da die Einsprenglinge selbst nicht quarren und somit die Zwischenräume selbst eher schwer auf der Glasscheibe zu treffen sind.
Die Einsprenglinge,
sind mit einem Taschenmesser ritzbar, Härte 4-5. Größe reicht von 2-10mm. Auffällig ist der starke Glanz, der sehr lebhaft ist und das ganze glitzert sehr stark. Ich würde diese den Amphibole einordnen (trotz der geringeren Härte).
Zwischenraum/Matrix
Hier habe ich meine Probleme mit der Interpretation der einzelnen Mineralien. Ein Quarren war nach mehreren Versuchen zu vernehmen. Also ist Quarz vorhanden. Unter dem Bino sehen sie leicht grau aus. Muschliger Bruch kann ich nicht auszumachen, dafür sind sie zu klein.
Weitere helle Mineralien
Des Weiteren sind einzelne fleischfarbige Einschlüsse zu sehen. Vermutung liegt bei Alkalifeldspat, allerdings sehe ich keine glänzenden Flächen bzw. Zwillingsglanz. Plagioklase vermag ich selber nicht zu erkennen (wie gesagt Anfänger) Vereinzelt waren Granateinschlüsse zu erkennen (nur minimal).
Dunkle Mineralien
Neben den großen Einsprenglingen sehe ich hier blassgrüne Einschlüsse. Kann diese aber nicht bestimmen. Vermute, dass es keine Olivine sein können, wenn Quarz vorhanden ist. Sollten das Pyroxene sein??
Und da hört es bei mir mit der Bestimmung schon auf.
Ist die Farbzahl noch unter 90, damit man hier das Streckeisendiagramm (Quarz/Alkalifeldsat/Plagioklas) anwenden kann?? Oder würdet ihr das schon als mafische Gesteine einordnen?? Aber da habe ich Probleme wegen dem Quarz... und Olivin sollte vorhanden sein. Welches Bestimmungsdiagramm würdet ihr zur Rate ziehen wenn es ein mafisches Gestein sollte ? (habe da Olivin/Pyroxenit/Amhibol - Plagioklas/Pyroxen/Olivin - Plagioklas/Orthopyroxen/Klinopyroxen)
Was sagen die Kenner ??