Das sicherste Identifikationsmerkmal für Miargyrit (zumindest von der NHG, egal bei welchem Habitus!) sind die typisch trapezförmigen Anwachsstreifungen auf den ?"d"-Flächen der Goldschmidttafeln (falls es doch andere sind - meine Kristallographieübungen sind leider schon lange verjährt...), die auf den Wolfriedschen Bildern sehr gut zu sehen sind:
https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/MediaDataShow#Medientabelle100Dazu der Goldschmidt (Danke fürs Zusammen- und Einstellen, Witz!):
https://tw.strahlen.org/typloc/miargyrit.htmlDer Auszug aus MOHS beschreibt es sehr anschaulich und treffend (ja, die Alten konnten das noch abseits der heutigen genormten Ausdrücke...):
"Bruch unvollkommen muschlig. [...] Metallglanz, in den metallähnlichen Demantglanz geneigt. Farbe eisenschwarz. Strich dunkel kirschroth. Undurchsichtig. In sehr dünnen Splittern dunkel blutroth durchscheinend. Sehr milde."
Wenn dann noch die oft nur schwer erkennbaren dunkelroten Innenreflexe an angebrochenen Kristallen zu sehen sind, kann man i.d.R. relativ sicher Miargyrit an die Bräunsdorfer Stufe schreiben.
Gruß Chrisch