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Stackingergebnisse vergleichen
Josef 84,55:
Hallo,
könnte Gerhard die Stücke von MM 1 auch direkt an Sebastian schicken?
Fotografiert habe ich alle und meine Stücke waren noch nicht bei Sebastian.
Mir ist noch aufgefallen, dass der Magnetit von Björn gar keiner ist. Die weißen Beläge auf den dreieckigen Flächen müssten beim kubischen System auf allen gleichwertigen Flächen vorhanden sein. Es ist aber so, dass nur zwei gegenüberliegenden Flächen diesen Belag zeigen und die dazwischen liegenden Flächen sind auch keine gleichschenkligen Dreiecke. Ich denke es sind Hämatit Kristalle mit einer Kombination von Rhomboederflächen mit dem Pinakoid auf einem pseudohexagonalen braunen Kristall, vielleicht Phlogopit.
Ich habe Björn schon per PM gefragt ob es denn Hämatit sein könnte und er hat mir zurück geschrieben, dass er auch schon den Verdacht hatte.
Die Kristalle sind auch leicht magnetisch, die wenigen losen XX in der Dose bewegen sich wenn man sich mit einem Magneten nähert.
Mit dem farblosen Pyromorphit von Marko hatte ich so meine Schwierigkeiten. Zuerst habe ich in mit einem 50x Objektiv aufgenommen. Das Ergebnis war nicht schön. Abgesehen vom zu kleinen Bildausschnitt waren die Flares durch die wandernden Reflektionen sehr störend. Bei dem ersten Versuch mit dem 20x Objektiv waren zu viele überbelichtete Flächen. Bei dem nächsten Versuch verabschiedete sich mein Blitz mit einem lauten Zischen und viel Rauch, 270 Auslösungen alle 2 Sekunden bei fast voller Leistung und warmen Wetter, waren wohl zu viel für ihn. Beim nächsten Versuch mit dem neuen Blitz habe ich den Vordergrund unscharf gelassen und den letzten Versuch habe ich wieder etwas Überbelichtet außerdem gab es einiges zu retuschieren.
Wenn's läuft, dann läuft's. In dem Ordner von Stufe 17 sind über 1000 Bilder.
Die verschiedenen Stacking-Programme haben mit dem Motiv 17 anscheinend auch Probleme. Die Kopffläche des rechten größeren Kristalls ist bei einigen sehr verzerrt dargestellt. Ich habe schon vermutet, dass diese Fläche schräg auf dem Kristall sitzt (Kontaktfläche), was aber nicht der Fall ist. Mich stören solche Verzerrungen weil die Symmetrie den Kristalls zum Teil falsch dargestellt wird. Wie man so etwas verhindert oder umgeht, weiß ich leider auch nicht. Bei meinem Motiv hatte ich wohl zumindest in dieser Hinsicht Glück.
Bei dem Proustit von Sebastian von Schlema würden mich die Begleitmineralien interessieren. Könnte das gelbliche Erz mit dem scharfkantig, rautenförmigen Querschnitt, Löllingit sein? Zum Teil sind diese Kristalle auch bläulich angelaufen.
Sind die stengeligen dunklen XX vielleicht Argentopyrit?
Bei dem Galenit von Edgar habe ich einen anderen Ausschnitt gewählt um die Symmetrie besser erkennbar zu machen. Ich hoffe die Schwierigkeit der hohen Kontraste ist immer noch genügend vergleichbar.
Viele Grüße
Josef
Stefan:
Hallo Josef, da hast Du Recht, das könnte Gerhard auch direkt machen.
Der farblose Pyromorphit hat mir auch ordentliche Probleme bereitet. Ich gestehe nach dem 2 Versuch nicht mehr weiter experimentiert zu haben und mir die Summe der Stufen auch etwas zu zeitaufwändig waren. Helicon Focus hat beim Stacken auch nicht gerade optimale Ergebnisse erzielt. Ein gutes Objekt für Tests.
Insgesamt finde ich es schade, dass sich einige von uns nicht an die Originalbildausschnitte gehalten haben. So fällt der Technikvergleich schwer. Ein Ausschnitt der Originalperspektive mag besser aussehen, aber der Vergleich ist nicht mehr möglich. Andererseits hat mich auch mal der gewählte Bildausschnitt viel Zeit gekostet bis ich ihn annähernd eingestellt hatte.
Bei der normalen Bildschirmausgabe (runterskalieren) der Bilder sind kaum Unterschiede in der Qualität auszumachen und teils sind die weniger aufgelösten Bilder dabei sogar knackiger.
Ich selber musste feststellen, dass die Beleuchtung bei mir oft Streifen verursacht deren Ursache ich noch beseitigen muss. Ich nehme an es hängt u.a. am elektronischen Shutter. Das muss ich mal testweise umstellen. Durch die wandernden Streifen in den Bildern sind die Stackingergebnisse nicht optimal.
Viele Grüße
Stefan
Lynx:
Hallo zusammen
Unterschiedliche Ausschnitte und unterschiedliche Beleuchtung haben mE sehr wohl einen EInfluß auf die technischen Ergebnisse. Einerseits beim Fotografieren selbst, andererseis in der Software. Sind die Kanten/Kontraste im Bild so ausgeprägt, dass die Software sie auch findet? Da kann schon die Wahl eines anderen Ausschnitts/Bildwinkels helfen.
Was mich interessiert ist, wie die Unterschiede bei den feinen Strukturen z.B. Malachit-Kugel #15 oder Alumohydrocalcit #6 entstehen. Wenn ich mir Vorgehen und Equipment anschaue, dann sehe ich kaum einen systematischen Unterschied. In den Bildern dann aber doch...
Grüße,
Martin
Josef 84,55:
Hallo,
die Auflösung der Details der Malachitkugel bei dem bearbeiteten Bild von Matthias ist schon beeindruckend. Das 5x Mitutoyo zeichnet in der Mitte sehr scharf, die Kamera hat offensichtlich ein sehr gutes Signal-Rausch-Verhältnis und die Ausarbeitung bei der ROW-Entwicklung ist meisterlich. Die Kristalle sind sehr scharf und dennoch wirken sie überhaupt nicht überschärft! Und natürlich hat Matthias auch alle anderen Probleme die zu einem unscharfen Bild führen könnten voll im Griff. Ein kleines aber - man sieht wo der nutzbare Bildkreis des 5x Mitutoyo endet. Die linke untere Ecke gefällt mir nicht so gut.
Die Beleuchtung hat sicher auch einen großen Einfluss auf das Ergebnis. Ich denke wenn man den Diffuser senkt, um so eine Kugel mehr in Streiflicht zu beleuchten, hat man auch in der Mitte noch genügend kontrastreiche Bereiche, dass die Software damit zurecht kommt.
Grüße Josef
Klaus Schäfer:
Hallo Leute,
Vielen Dank für Eure Mitarbeit und die tollen Ergebnisse. Es hat mir sehr viel Spass gemacht bei diesem Vergleich mitzumachen. Erkennbar ist, daß im Großen und Ganzen die Aufgaben einwandfrei erledigt wurden und tolle Ergebnisse dabei erstellt wurden. Die Ähnlichkeit, trotz unterschiedlicher Technik, ist bei vielen Bildern verblüffend.
Ich habe gelernt, daß ich mit meinen Mitutoyos die Bildanzahl mindestens verdoppeln muss, um scharfe Bilder zu bekommen, dies aber einen immensen zeitlichen Aufwand darstellt. Meine absoluten Lieblingsobjektive bleiben daher das Leitz Photar 1:2,5/25 für die klitzekleinen Sachen und das Zuiko Objektiv ED 60mm - 1:2,8 Makro für Aufnahmebreiten ab etwa 6 mm. Ich würde gerne mal ein Minolta oder Leitz 12,5 ausprobieren, aber da findet man zur Zeit kein preislich attraktives Angebot.
Ich sehe die stärksten Unterschiede in der Farbdarstellung beim Pyromorphit vom Hexentisch aus der Sammlung von Matthias. Die unterschiedliche Farbtönung der beiden Pyromorphit-Generationen (blaugrün und gelbgrün) ist beim Betrachten des Originales im Sonnenlicht schon sehr augenscheinlich. Dieser Kontrast bleibt bei meinem unbearbeiteten Bild, daß ich mit einem Zuiko Objektiv ED 60mm - 1:2,8 Makro, offene Blende und LED-Beleuchtung (Supernova) gemacht habe, erhalten. Mittels Bildbearbeitung habe ich den Farbkontrast nur noch entsprechend dem Anblick mit dem unbewaffneten Auge nachjustiert.
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