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Stein und Magnet
Eckard:
Hallo Heike,
Du wirst uns sicher noch öfter Steine zeigen wollen. Darum von mir ein Tipp:
Zeige bitte mehr Stein auf den Fotos als Gedöns rundherum. Dazu ist es besser (vor allem. wenn jemand darauf antworten möchte), die Steine einzeln zu zeigen.
Ansonsten: Viel Spaß mit den Steinen. Sie können ein sehr interessantes Hobby sein, bei dem man nebenbei noch 'ne Menge anderes lernen kann. Die Gletscher der Eiszeiten haben auch bei uns in Niedersachsen sehr viele Grüße aus dem Norden hinterlassen. Ebenso hat die Ur-Weser vor rund 400.000 Jahren auch manches schöne oder interessante Geröll aus dem Süden bei uns abgelagert.
Besten Gruß
Eckard
Fabian99:
Hallo Heike,
einen Beitrag mit einem Foto läßt uns zwar ahnen, was du möchtest - aber wir können keine Gedanken lesen.
Zum Thema Objekt und Hintergrund hat Eckard dir ja schon etwas gesagt.
Vielleicht solltest du einmal im Einsteiger-Guide stöbern.
Wir haben uns die Mühe gemacht, die wichtigsten "Fäkts" wie es auf neudeutsch heißt zusammen zu tragen.
https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Einsteigerguide
Darin findest du auch Hinweise zu Fotos :-)
Das die Steine am Magneten hängen hat meist mit einem Magnetit-Anteil zu tun.
Da dich das scheinbar fasziniert, hier ein Link mit umfassenden Infos
https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Mineralienportrait/Magnetit
LG
felsenmammut:
Glück Auf!
Viele Gesteine enthalten Magnetit als Akzessorium und von diesen Gesteinen gibt es viele in Skandinavien, die dann auch noch von den Gletschern der Eiszeiten breitgeschoben wurden. Magnetit hat ein eigenes Magnetfeld, lässt sich sehr leicht durch äußere Magnetfelder magnetisieren und zeigt dann eine starke Anziehungskraft, weshalb er zu den ferromagnetischen Stoffen gestellt wird. Selbst kleine Mengen fein verteilter Magnetit in einem Gestein lassen sich mit einem (Neodym-)Magneten leicht feststellen.
Gesteinsbestimmung per Ferndiagnose ist häufig schwierig, da sowohl die Minerale als auch deren Mengenanteile im Gefüge zu bestimmen sind. Manche Gesteine haben aber ein leicht (ohne weitere optische Hilfsmittel) erkennbares typisches Erscheinungsbild, was aber nicht automatisch charakteristisch oder einzigartig wäre. Der Fundort und natürlich Hinweise zur Mineralbestimmung helfen dann, um mit Ortskenntnis und Erfahrung eine Gesteinszuordnung vorzuschlagen, die mit höherer Wahrscheinlichkeit zutreffen kann. Das Gestein, im Bild mit 1 gekennzeichnet, würde ich in Richtung Gabbro deuten. Hauptbestandteil ist Plagioklas, ein Feldspat. Magnetit ist in Gabbro ein häufiges Akzessorium. Weiterhin ist häufig Amphibol und/oder Pyroxen enthalten. Die Nummer 2 auf dem Bild könnte auch in die Richtung Gabbro gehen. Es wären aber weitere Hinweise und detaillierte Bilder erforderlich für mehr Sicherheit bei der Bestimmung. Nummer 3 auf dem Bild scheint aber dann doch etwas anderes zu sein. Da das Gefüge aber anscheinend sehr feinkörnig ist, wird es mit der Bestimmung schwierig. Die deutlich erkennbare Bänderung könnte für Amphibolit sprechen.
Mit freundlichen Grüßen
Das Felsenmammut
Harzsammler:
Hallo Felsenmammut,
warum ist die 1 kein Diabas?
Grüße,
Michael
felsenmammut:
Glück Auf!
Das weiß ich nicht. Das schwarzweiße Mosaik (Größenangaben?) und der deutliche Magnetitanteil ergeben ein typisches Bild für Gabbro. Alternativen, wie oben erwähnt, sind durchaus möglich. Diabas ist das Analogon als Vulkanit zum Gabbro als Plutonit. Nach Mineralzusammensetzung lassen sie sich also nicht unterscheiden. Es gibt einen fließenden Übergang, siehe auch https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/QAPF. An den Begriff Diabas werden haber häufig auch andere geologische Prozesse gebunden wie zum Beispiel die Bildung aus submarinen Vulkanismus und die Vergrünung. (...)
Mit freundlichen Grüßen
Das Felsenmammut
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