Glück Auf!
Viele Gesteine enthalten Magnetit als Akzessorium und von diesen Gesteinen gibt es viele in Skandinavien, die dann auch noch von den Gletschern der Eiszeiten breitgeschoben wurden. Magnetit hat ein eigenes Magnetfeld, lässt sich sehr leicht durch äußere Magnetfelder magnetisieren und zeigt dann eine starke Anziehungskraft, weshalb er zu den ferromagnetischen Stoffen gestellt wird. Selbst kleine Mengen fein verteilter Magnetit in einem Gestein lassen sich mit einem (Neodym-)Magneten leicht feststellen.
Gesteinsbestimmung per Ferndiagnose ist häufig schwierig, da sowohl die Minerale als auch deren Mengenanteile im Gefüge zu bestimmen sind. Manche Gesteine haben aber ein leicht (ohne weitere optische Hilfsmittel) erkennbares typisches Erscheinungsbild, was aber nicht automatisch charakteristisch oder einzigartig wäre. Der Fundort und natürlich Hinweise zur Mineralbestimmung helfen dann, um mit Ortskenntnis und Erfahrung eine Gesteinszuordnung vorzuschlagen, die mit höherer Wahrscheinlichkeit zutreffen kann. Das Gestein, im Bild mit 1 gekennzeichnet, würde ich in Richtung Gabbro deuten. Hauptbestandteil ist Plagioklas, ein Feldspat. Magnetit ist in Gabbro ein häufiges Akzessorium. Weiterhin ist häufig Amphibol und/oder Pyroxen enthalten. Die Nummer 2 auf dem Bild könnte auch in die Richtung Gabbro gehen. Es wären aber weitere Hinweise und detaillierte Bilder erforderlich für mehr Sicherheit bei der Bestimmung. Nummer 3 auf dem Bild scheint aber dann doch etwas anderes zu sein. Da das Gefüge aber anscheinend sehr feinkörnig ist, wird es mit der Bestimmung schwierig. Die deutlich erkennbare Bänderung könnte für Amphibolit sprechen.
Mit freundlichen Grüßen
Das Felsenmammut