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Autor Thema: Insektenstiche und Mineraliensuche  (Gelesen 10125 mal)

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Offline pyro

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Insektenstiche und Mineraliensuche
« am: 05 Jul 05, 08:40 »
Wir freunen uns alle in der schönen Natur schöne Steine Mineralien zu suchen, aber das sind die lieben kleine Freunde wie Bremsen, Schnaken und Zecken. Gestrige Bilanz vor dem Gewitter drei Bremsen Stiche und zwei Zecken. dieerste Borelliose habe ich auch schon hinter mir.
Teilt doch mal eure Erfahrungen mit wie ihr euch beim Suchen vor den lästigen Stechtieren schützt?

Offline McSchuerf

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Re: Insektenstiche und Mineraliensuche
« Antwort #1 am: 05 Jul 05, 08:54 »
Hallo .. ;)

.. gerade neulich, am 18.6. im Waldstück bei Dernbach ('Schöne Aussicht') Totalüberfall von Schnacken, Bremsen und sonstigem Ungetier!.. :( :o

Tipp: Wenn Ihr grad kein Autan-Mückenspray zur Hand haben solltet, könnt Ihr auch Eure Klamotten vorher mit dem Zeckenspray einsprühen oder Euch mit den Zeckentüchern (sind wie Erfrischungstücher)  einreiben (hält bis zu 6 Stunden an..ich würd's aber trotzdem zwischendurch wiederholen!).
Diese Mittel wehren auch einen Großteil der Schnaken, etc. ab! Erfolgreich getestet; Alfred wird mir das bestätigen. ;)..

Allerdings überfielen uns die Mücken gleich zu Beginn und bevor wir uns überhaupt mittels der Zecken-Abwehrmittel wehren konnten, sahen wir schon wie 'Streuselkuchen' aus.. :P :P..
wenn's also schon 'etwas' zu spät ist, dann hilft entweder der Azaronstift oder Soventol weiter. Auf Soventol schwöre ich..hatte damals in Jugoslawien (Rab)  Feuerquallen-Blasen und nach Einreiben mit Soventol verschwindet nicht nur das Jucken nach ca. 10 Minuten sondern auch die Blasen oder Mückenstiche werden viel kleiner!

Das Zeckenset samt Karte zum Entfernen von Zecken, gibt es übrigens preisgünstig in jeder Apotheke!.. ;D..ebenso das Soventol und der Azaronstrift. Gegen Autan sind schon viele Mücken resistent.
Allergiker sollten sich natürlich vorher informieren ob sie bei der Mineraliensuche - gerade im Wald - die o.g. Mittel überhaupt verwenden sollten!

Gruß Peter

Offline rheinkiesel

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Re: Insektenstiche und Mineraliensuche
« Antwort #2 am: 05 Jul 05, 12:09 »
Ja, die Zecken sind glaub ich das größte Problem, die andern Viecher sind nur lästig,
aber die Borreliose und die FSME sind echt gefährlich. >:(

Gegen FSME (Hirnhautentzündung) kann man sich impfen lassen - hab mich aber bisher noch gedrückt -
aber bei Borreliose gibt´s das nicht und ich hab jetzt schon ein paar schlimme Fälle mit schweren Spätschäden erlebt.

Das wichtigste ist, die Zecken möglichst schnell raus zu machen, wenn man sie innerhalb der ersten 12 -24 Stunden nach dem Biss erwischt, ist die Gefahr sich mit Borreliose zu infizieren ziemlich gering.
Deshalb immer nach den Naturspaziergang genau absuchen... Und nach dem Rausziehen Stichwunde desinfizieren und beobachten ob sich eine größere rote Stelle bildet.
Ein bißchen schwillt´s immer an und wird rot, wie etwa ein Schnakenstich, das ist normal, aber wenn sich die Röte so richtig ausbreitet, schnellstens zum Arzt. :-\

Autan, Azaron & Co zur Abwehr von Insekten hilft immer auch gegen Zecken, aber nicht so gut, deshalb nach 4 -6 Stunden nachsprühen.

Die Zecken kann man auch auf Borreliose untersuchen lassen, aber das kostet ca 50,0 €.
Der Bluttest auf Borreliose ist natürlich noch teurer und kann erst so 6 Wochen nach dem Biss gemacht werden und bis dahin hat man die Sache meistens schon wieder vergessen.
Wer aber Zecken gehabt hat und plötzlich dauernd Gelenkprobleme oder unerklärliche Beschwerden hat, sollte an die Borreliose denken. Manchmal treten die Beschwerden aber erst Monate später auf.

Dieses Jahr sind die Zecken glaub ich besonders zahlreich -
am Sonntag hat mein Mann sogar in unserem Garten eine erwischt - oder sie ihn, wie man´s sieht. ;D ;D

Grüße aus dem Schwabenland
 :D rheinkiesel








« Letzte Änderung: 05 Jul 05, 15:02 von rheinkiesel »

Offline montanpark

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Re: Insektenstiche und Mineraliensuche
« Antwort #3 am: 05 Jul 05, 12:57 »
Zecken sind dieses Jahr wirklich fies ...
hab auch schon ne Borreliose hinter mir, aber gegen FSME bin ich geimpft. Als schnelle Nachsorge bei Stichen jedweder Art von diesem fliegenden und krauchenden Getier empfehle ich Ypsilin-Spray .. kühlt, stillt Juckreiz und ist desinfizierend. Repellents stinken meist nur grauslig und helfen wenig .. ich hab manchmal den Eindruck, dass die Bremsen geradezu Autan-süchtig sind  ;) ... wenigstens muss man hier keine Malaria-Prophylaxe machen . ;D ... die hat mich auf der letzten Namibia-Tour richtig genervt.

Zeckenrambo

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Re: Insektenstiche und Mineraliensuche
« Antwort #4 am: 05 Jul 05, 16:38 »
Hallo!

Also ich meide es im Sommer im dicht bewachsenen Buschwerk nach Steinen zu suchen...ne FSME is mir die Sammelei nicht wert...Dann warte ich lieber bis in den Winter....

Gruß

Der Zeckenrambo :D

Offline berthold

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Re: Insektenstiche und Mineraliensuche
« Antwort #5 am: 05 Jul 05, 16:51 »
Hallo,

ja, wichtiges Thema: Borreliose hab ich mir vor zwei Jahren zugezogen, ist bei mir ganz heftig verlaufen, echt übel. Gegen FSME kann (soll) man impfen, gegen die Borreliose gibt es leider nichts. Ich habe mit Autan (gegen Zecken) in letzter Zeit gute Erfahrungen gemacht. Ansonsten:  Nach jedem Geländeeinsatz gründlich nachsehen, ab man sich so ein Zecken-Mistvieh eingafangen hat - frei nach dem Motto Vorsorge ist gut (Autan), Kontrolle ist besser...

Aber richtig, Autan hilft bei Mücken auch nicht immer gleich gut. Trotz "Autan-Dusche" haben mich die Tiefflieger schon mehr als einmal in die Flucht geschlagen, da kann man nichts machen.

Gruß

Berthold

Offline kraukl

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Re: Insektenstiche und Mineraliensuche
« Antwort #6 am: 05 Jul 05, 19:25 »
Hallo, wer sich weiter in die "Zeckenangelegenheit" vertiefen möchte, dem sei
folgender Link empfohlen:

http://www.nyischang-la.de

Hier gibt es auch :
Pro 7: Focus TV: Auszüge aus einem Bericht über Zecken und den Folgekrankheiten nach einem Biss .
und unter Links weitere interessante Seiten über Zecken.

Glückauf
Klaus


Offline TKMineral

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Re: Insektenstiche und Mineraliensuche
« Antwort #7 am: 05 Jul 05, 19:52 »
Hallo!

Also ich meide im Sommer auch "Zeckenverseuchte" Fundstellen. Mir ist es auch nicht wert wegen ein paar Steinen ne Borreliose zu bekommen. Dann warte ich lieber bis in den Winter , wenn auch keine Vegetation mehr an diesen Stellen ist.
Besonders warnen muß ich bei der Mineraliensuche auf verwachsenen Fundstellen im Schwarzwald. Dort sind die Zecken besonders aggresiv und dort ist ohnehin ein Risikogebiet.
Am besten beim Sammeln immer helle Kleidung tragen , damit man die Zecken auch sofort findet.

Gruß

TK

Offline Kilo

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Re: Insektenstiche und Mineraliensuche
« Antwort #8 am: 06 Jul 05, 09:31 »
Hi Zeckengeplagte,
das scheint ja dieses Jahr besonders schlimm zu sein. Aber die kalte Jahreszeit ist da auch kein Schutz - hatte mal im Dezember nen Zeckenbiss
Gruß Kilo

Offline Goldschnecke

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Re: Insektenstiche und Mineraliensuche
« Antwort #9 am: 06 Jul 05, 10:50 »
Hallo alle zusammen

Hatte dieses Jahr auch schon drei Zecken. Bin gegen FSME geimpft, aber der Rest?
Benutze immer Autan, bin damit bisher auch ganz zufrieden.
Gründliche Nachkontrolle ist ohnehin Pflicht.

Hat schon jemand Erfahrungen mit diesen Pipsigen Mückenvertreibern gemacht? ( mir geht der Ton auf die Nerven, aber wenns hilft)

Gruß Sascha.

Offline CARCHARIAS

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Re: Insektenstiche und Mineraliensuche
« Antwort #10 am: 07 Jul 05, 18:29 »
Moin ;D
Das Kenn ich auch hab mir in den letzten drei Tagen 5 Stiche eingefangen. :-\
Die Natur hat eben auch ihren Preis für M`s un F`s. ;)
Gruß CARCHARIAS :)

Offline wolfilain

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Re: Insektenstiche und Mineraliensuche
« Antwort #11 am: 09 Jul 05, 10:56 »
Trinkt Eidechsenblut  =)

"Die grosse Zahl der Eidechsen schützt die Bevölkerung von Madeira vor Borreliose. Ist die Zecke auf der Suche nach einer Blutmahlzeit, trifft sie mit grösserer Wahrscheinlichkeit auf die dortigen Mauereidechsen als auf Mäuse, die in weit geringerer Zahl vorhanden sind. In Eidechsen sind noch nie Borrelien gefunden worden, in einer mit Borrelien infizierten Zecke werden die Borrelien getötet, sobald die Zecke Eidechsenblut saugt. Durch das Übergewicht der Eidechsen sind die wenigen Mäuse auch frei von Borrelien, nur in Gebieten, die mehr Mäuse als Eidechsen aufweisen, werden auch infizierte Mäuse gefunden (Prof. F.R. Matuschka, Berlin)."

Einen Impfstoff gibt es bei uns erst in den nächsten Jahren.
In der USA gibts aber bereits einen Impfstoff.
Das liegt daran das in der USA nur einer Art von Borreliose vorkommt... hierzulande sinds 3.

grüße
« Letzte Änderung: 09 Jul 05, 11:02 von wolfilain »

Offline wolfilain

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Re: Insektenstiche und Mineraliensuche
« Antwort #12 am: 09 Jul 05, 20:10 »
War grade im Wald um eine Pflanze Katzenminze aus dem Wald zu holen.

Strecke 500 Meter
Normaler Waldweg, normale Rand Begrünung,
Dauer ca 5 bis 10 minuten.

Wieder am Auto angekommen = 1 Zecke am Bein

grüße

Offline Godot

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Re: Insektenstiche und Mineraliensuche
« Antwort #13 am: 29 Aug 05, 10:33 »
Hallo,

bezüglich Zecken:

1. Autan hilft, aber nicht besonders gut.
2. helle, nicht gemusterte Kleidung hilft, Zecken zu finden, bevor sie sich eine Hautstelle gesucht haben.
3. Man spürt in der Regel nicht, wenn Zecken über den Körper laufen und sich festbeissen.
4. Wenn man eine Zecke hat, muß sie sofort entfernt werden. Dazu nimmt man eine spitze Pinzette und greift die Zecke möglichst parallel zur Hautoberfläche und so tief wie möglich. Dann zieht man sie gerade heraus. Drehen nützt nichts.
Die eigentliche Infektion geschieht frühestens 4 bis 6 Stunden nach dem Festbeissen, wenn die Zecke einen Teil des Mageninhaltes erbricht, um die Blutgerinnung an der Wunde zu stoppen. 
5. Tricks wie Nagellack, Öl oder Abflämmen sind kontraproduktiv. Die Zecke stirbt auch und lässt los, erbricht sich aber vorher und die Infektion ist sicher passiert.
6. Wenn man eine Zecke hatte und sie entfernt hat, ist folgendes Vorgehen sinnvoll:
a. vom Datum des Bisses an 4, 6 und 8 Wochen entfernt im Kalender markieren und die Stelle des Bisses kurz beschreiben. Zum markierten Datum diese Stelle auf Rötungen an oder um die Stelle untersuchen.
b. Zecke nicht fortwerfen oder töten. In ein Fotodöschen mit etwas feuchtem Küchenpapier packen und im Kühlschrank aufbewahren. So kann eine eventuelle Borrelliose-Infektion direkt an der Zecke nachgewiesen werden, was viel sicherer ist, als bei einer Blutuntersuchung.
7. Wenn die Bisstelle sich entzündet, da die Zecke eine Infektion mit allgegenwärtigen Keimen durchgeführt hat, bildet sich ein kleiner oder größerer Pickel. Aufbrechen, Eiter abfließen lassen, desinfizieren.
8. Wenn es zu einer Borrelliose-Infektion gekommen ist, sieht man zunächst nichts oder nur sehr wenig. Die typischen Symptome der ersten Phase zeigen sich nach etwa 6 Wochen. Sie sind hauptsächlich eine Rötung der und um die Einstichstelle, die Rosacea migrans. Dann ist in jedem Fall eine Behandlung mit Antibiotika notwendig, nicht abwimmeln lassen! Ohne diese Behandlung führt Borrelliose mit Sicherheit zu lebenslanger Arthritis!
9. Gegen FSME kann man nicht einfach behandeln. Da ist eine Impfung sicherer und unproblematisch.
10. Verschiedene Firmen (u.a. Bayer) geben jährlich aktualisierte Karten der Borrelliose-Risiko- und Endemiegebiete raus. Borrelliose kann (selten) auch in anderen Gebieten vorkommen, FSME ist in Deutschland flächendeckend (selten) vorhanden.

schöne Grüße

Tobias

Offline der Sauerländer

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Re: Insektenstiche und Mineraliensuche
« Antwort #14 am: 29 Aug 05, 20:32 »
Hallo

Über Zecken halten sich auch einige hartnäckige Märchen. Z. B., dass Zecken auf Bäumen lauern und sich auf ihre Beute fallen lassen. Quatsch.
Zecken leben hauptsächlich am Boden und warten auf ihr Opfer. In manchen Gegenden haben Zählungen bis zu 2000(!) Zecken/m² ergeben. Das Biest krabbelt bis zu mehreren Stunden auf seinem Opfer um und sucht nach einer weichen Stelle. Achseln, im Schritt, Kniehkehle u. ä.
Man spürt den Quälgeist erst, wenn er schon fest sitzt und saugt.
Beim Entfernen nicht(!) drehen sondern mit einer Zeckenzange tief hinterm Kopf fest zupacken und langsam, gerade,herausziehen.

Den Rest hat der godot sehr gut erklärt. Wenn die Rötung kommt, sofort zum Arzt und Antibiotika. Hat bei mir geholfen.

Wilhelm
....aus dem Zeckenverseuchten Sauerland

 

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