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Mineralien aus den schweizer Alpen

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AniccA:
Hallo,
bei meinem Urlaub in den schweizer Alpen habe ich einige schöne Steine gefunden, nachdem ich gehört hatte, dass es dort Bergkristalle geben könnte. Mein Mineralienwissen ist recht begrenzt. Bei einigen bin ich mir recht sicher, dass es keine Bergkristalle sind, doch eine genauere Identifizierung mithilfe von Büchern etc. konnte ich nicht vornehmen.
Einige Steine (die leicht gelblich eingefärbten, zB. Bild 2) erinnern mich von Farbe und Struktur her am ehesten an Citrin-Rohsteine, doch diese kommen in den schweizer Alpen nicht vor, oder?

Die Steine sind zum Teil (v.a. Stein 1 und 2) sehr brösselig, lassen sich also z.T. leicht brechen (geringe Härte?), weshalb ich bei manchen Bergkristall als Bestimmung ausschließe. Doch ich bin nur ein Laie...  ???

Gefunden habe ich die Mineralien im Gebiet Gantrisch, nähe Kaiseregg auf ca. 2000m ü. N.N.. Teilweise lagen sie offen herum, teilweise habe ich einige kleine Felssteine zerschlagen um das Innere zu sehen.

Da es etliche verschiedene Steine sind, habe ich sie fortlaufend gekennzeichnet (1, 2, 3, etc.). Die leicht gelblich-rauchige Einfärbung bei den Steinen 1 und 2 lässt sich leider auf den Bildern nur bedingt erkennen. Gerne hätte ich noch mehr Bilder angehängt - doch mehr als 4 Stück geht offenbar nicht.

1: 5 x 4 x 4cm; Gewicht: 55g  (ist ein Bruchstück einer sehr großen Druse. Ich versuche noch an ein Bild zu kommen von dem Orginalstück)
2: 6 x 5 x 2cm; Gewicht: 81g
3: 4,5 x 3,5 x 1,5cm; Gewicht: 22g  (Bergkristall?)
4: 12 x 11 x 8cm; Gewicht: 811g  (Bergkristall?)

Für eine genauere Bestimmung wäre ich sehr dankbar!

Liebe Grüße
Nico

wolfi:
Servus,

lass mich raten: du warst in den Kalkalpen. Das ist alles Calcit, wie er dort typischerweise vorkommt.

Servus + Glück auf
Wolfi

guefz:
Hallo,

ja, das beschriebene Gebiet liegt im Simmental, was zum nördlichen Kalkbereich gehört. Die Kristallformen sind zwar auf den Fotos nur teilweise zu erkennen, aber auch ich würde das im ersten Versuch als Calcit ansehen. Ein Härtetest oder Säuretest an einer unauffälligen Stelle würde Klarheit bringen.

bis denn

Günter

AniccA:
Ahaaaa... Ja Calcit hatte ich auch mal überlegt, jedoch hat mich bei den Steinen die leicht gelbliche Farbe irritiert. Daher dachte ich, dass es sich bei den diversen Steinen um mindestens 2 verschiedene Mineralienarten handeln müsste. Ich wusste bisher nicht, dass Calcit in vielen verschiedenen Farben vorkommen kann. Jetzt weiß ich mehr. Danke!
Hier im Atlas hab ich gelesen, dass Calcit auch unter UV-Licht z.T. in versch. Farben leuchtet. Das wäre doch auch ein Indikator.

Ich weiß leider nicht wie ich einen Härte- und Säuretest durchführe, aber die Steine sind z.T. recht brösselig. Man kann also recht leicht etwas davon abschaben bzw. sogar abbrechen. Deutet also auf ein weicheres Mineral, wie Calcit, hin.

Und nur als Info: Bergkristalle findet man nicht einfach im Innern eines kleinen auf der Oberfläche liegenden Felsbrockens, wenn man ihn zerbricht, oder? In entsprechenden Regionen sind sie eher in Klüften und Höhlen zu finden, wo man schon genauer danach suchen muss; sehe ich das richtig?

Danke für eure Hilfe!

vandendrieschen:

--- Zitat von: AniccA am 09 Aug 20, 01:53 ---Ich weiß leider nicht wie ich einen Härte- und Säuretest durchführe, aber die Steine sind z.T. recht brösselig. Man kann also recht leicht etwas davon abschaben bzw. sogar abbrechen. Deutet also auf ein weicheres Mineral, wie Calcit, hin.

--- Ende Zitat ---
Dann ist es Calcit. Einen Härtetest prüfst du zum Beispiel mit einem Ritztest auf Glas (wenn du keine Mohskala Testset hast). Quarz ritzt Glas, Calcit ritzt kein Glas.

Jedes Mineral bildet sich im Innern von Gesteinen und in Klüften. Bei manchen sind Hohlräume, wo die Kristalle sich ausbilden konnten, die man dann Druse nennt.

VG.

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