Hallo zusammen,
Aber zurück zum eigentlichen Thema, was das Isotopenverhältnis in Uranmineralien beeinflussen kann.
Ich wäre sehr dafür, bei diesem Thema die Terminologie korrekt anzuwenden, denn sonst entstehen Missverständnisse.
Isotopenverhältnisse gibt es innerhalb eines Elements durch unterschiedliche Anzahl an Neutronen im Kern (also mit unterschiedlicher Massezahl) bei selbigen, eben Isotope.
In diesem Fall wurde anfangs von U-Isotopen geschrieben, und diese unterscheiden sich auf der Erde (und auch auf dem Mond) natürlichem Ursprungs nicht wirklich, mit der Ausnahme von Oklo.
Das Alter der Stücke: Nach der chemischen Trennung bei der Kristallisation baut sich die Zerfallsreihe auf. Vor allem die Isotope der U-238 Zerfallsreihe nach den langlebigen U-234 (245 ka) und Th-230 (75 ka) müssten in geologisch jungen Stücken noch weiter vom Gleichgewicht entfernt sein.
Chemische Veränderung: Wenn Teile der Zerfallsreiche zwischenzeitlich herausgelöst werden. Bei poröseren Proben funktioniert deshalb die Datierung U-Pb schlecht.
Es könnten auch in Lösung gegangene Zerfallsprodukte neu Kristallisieren, z.B. sollte sich an Baryt das Radium anlagern. Bei sehr jungen Stücken, die in der Matrix kein Uran enthalten, könnte das messbar sein. Gibt es irgendwo bariumhaltige Quellsinter?
Im Rahmen der Zerfallsreihen spricht man von (Tochter-)Nukliden. Diese stellen natürlich für ihre Elemente auch ein Isotop dar, aber hat in diesem Fall nichts mit einem Isotopenverhältnis zu tun.
Wenn man das berücksichtigt, kommt es auch nicht zu falsch interpretierten Fragen wie der meinen oben an Uwe...
Grüße Markus