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Achate - Fundstellen für Anfänger?

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Kiru4:
Hallo Achatfreunde,
mein Sohn, 7 Jahre alt, begeistert sich nun auch für Achate. Er ist wahrscheinlich das einzige Kind, was Geoden in der Zuckertüte zum Schulanfang wollte.  :) Auch meine Frau teilt diese Leidenschaft mit uns Männern. Es ist einfach erstaunlich was für Schönheiten an Achaten in der Erde schlummern. Leider ist das Auffinden nicht gerade kinderfreundlich. Wenn wir losziehen, hat Sohnemann zwar Geduld ohne Ende, aber wenn am Ende des Tages nix dabei rauskommt, ist er schon enttäuscht. Wir wohnen in Mittelsachsen, bei uns gibt es laut Mineralienatlas mehrere Fundstellen, Leisnig, Wendishain, Westewitz usw., alle haben wir besucht bzw. gesucht. Teilweise sind die Fundortbeschreibungen zu ungenau, so das man nicht sicher ist, ob man an der richtigen Stelle sucht. Gefunden wurde fast nix, nur paar Krümmel, die aber zum bearbeiten zu klein sind und nur unter einer Lupe toll aussehen. Früher war alles besser, man durfte Felder betreten, im Dreck buddeln, überall hinfahren und hat dabei tolle Funde gemacht. Heute ist fast alles verboten, somit sind die Fundaussichten wirklich schlecht. Das steht bei der Fundstellenbeschreibung im Atlas leider nicht. Meiner Meinung nach sind sehr viele Stellen heute erloschen. Wir sind bisher nur in Schlottwitz, im Claim, erfolgreich gewesen. Selbst auf St. Egidiens Feldern lässt sich kein Krümmel mehr finden. Um Junior bei der Stange zu halten, habe ich schon Achat-Rohsteine gekauft und beim Suchen Junior quasi vor die Füße geworfen, wenn er gerade abgelenkt war. Da hatte er seinen Spaß!
Gibt es denn irgendwo noch Fundstellen die legal zugänglich sind und auch wenigstens etwas an Achat bringen könnten? Es würden 2 bis 3  Kinderhandgroße Stücke schon reichen, die könnte man dann gemeinsam sägen und bearbeiten. Wir waren auch in der Müglitz bei Schlottwitz, aber ohne Erfolg. Kiesgruben fallen auch raus, da mit Kindern kein Zutritt gewährt wird.
Falls jemand nen Tipp hat, wäre echt toll.

VG
Thomas

felsenmammut:
Glück Auf!

es ist wahrscheinlich nicht der Mangel an Fundstellen oder deren Zugangsmöglichkeiten. Häufig braucht man aber genaue Ortskenntnis, um die richtigen Stellen zu finden, Erfahrung, um die richtigen Steine zu erkennen und häufig auch Ausdauer. Ich kenne einen Kinder-und Jugendverein, der seit ungefähr 30 Jahren mindestens einmal im Jahr in der Müglitz sucht und jedesmal schleppen die Kinder Amethyste und Achat weg. Ich selber war einige Male an der Müglitz und auch immer erfolgreich. Sicherlich haben die Hochwasser der vergangenen 20 Jahre die Fundsituation zeitweise begünstigt. Auch auf den Feldern oberhalb der Müglitz und dann Richtung Altenberg gibt es achathöffige Abschnitte. Ich komme da aber zu selten hin und bin über die aktuelle Situation nicht im Bilde. Vor 3 Jahren waren bei Johnsbach gute Fundmöglichkeiten.
Von Halsbach bis Frauenstein gibt es ein langgezogenes Achatfundgebiet. Fundmöglichkeiten bestehen auf den Feldern, wenn die Feldfrüchte runter sind und noch keine Saat drinne ist. Ich bin in den vergangenen Wochen dort einige Male vorbeigekommen. Die Felder waren aber alle nocht bestellt. Bei einer Wanderung bei Frauenstein ging es zeitweise über einen Feldweg. Gefühlt war der geschottert mit Achat. Am Anfang hat man noch ein paar Stücke aufgehoben. Ich wollte dem Bauern aber seinen Weg ganz lassen. Ich habe am Ende auch nix mitgenommen, da mir die Stücke zu klein und zu zerbrochen/rissig waren. Im Vogtland ist der Heroldsbach bekannt für Fundmöglichkeiten von Jaspis und seltener Amethyst. Ich war zuletzt vor 5 Jahren dort bei strömendem Regen. Es lag genug herum. Ich nahm aber nix mit, da nichts dabei war, dass besser war als das, was ich schon habe. Interessant sind auch immer Baumaßnahmen. Hier sind Lokalsammler im Vorteil. Die EUGAL brachte wohl nicht so viel Achat bei Halsbach zum Vorschein, wie erhofft. Bei der Erneuerung einer Hochdruckgasleitung nördlich Freiberg hingegen konnten bei Halsbach Achate aufgesammelt werden. Voriges Jahr hatte ich in der Lausitz Glück und war zur richtigen Zeit da. So konnte ich auf einigen Feldern nach Achaten suchen. In den Kiesgruben sind die Fundmöglichkeiten meist etwas besser.

Mit freundlichen Grüßen

Das Felsenmammut

Kiru4:
Vielen Dank für deine ausführliche Antwort! Ich werde mir die Stellen mal ansehen. Toll wäre zu wissen wo der Bauer den Schotter für seinen Weg hergenommen hat, die Achate müssten ja aus einem Steinbruch in der Region kommen? Vielleicht eine neue unbekannte Fundstelle....
VG
Thomas

Conny3:
Hallo,

dann empfehle ich noch die Felder bei Chemnitz Altendorf. Ist hier auch schon mehrfach beschrieben. In St. Egidien steht man sehr unter Kontrolle. Dort gibt es aber auch noch weitere Möglichkeiten für Jaspisfunde. Hier in Schöngleina (ist auch sicher etwas zu weit), geht zur Zeit leider gar nichts. Das Feld ist grün. Ansonsten gilt das Vorgenannte im Vorbeitrag.

Gruß Conny

Kiru4:
Hallo,
vielen Dank an Alle für eure Tipps. Wir liegen schon auf der Lauer, wenns geackert und abgeregnet ist, gehts auf Sammeltour. Über etwaige Funde werde ich berichten.

VG
Thomas

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