Glück Auf!
interessantes Stück in der Tat. Ich kenne andere Minerale, die etwas Vergleichbares aufweisen. Der Kern wird aufgelöst, zu neuer Mineralsubstanz verarbeitet, aber die Außenhülle sieht tiptop glänzend und farbig aus. Interpretationen gehen meist in die Richtung, dass der Kern instabiler ist und als erstes zersetzt wird. Die Ursachen der Instabilität gehen in verschiedene Richtungen. Da werden z.B. angeführt: Wachstumsbedingungen und Wachstumsgeschwindigkeit und damit einhergehnd Gitterbaufehler, chemisch inkompatible Elemente, Eigenspannungen. die Außenhülle konnte am perfektesten kristallisieren mit wenig Eigenspannung, Gitterbaufehlern, chemisch inkompatiblen Elementen. Das mit den inkompatiblen Elementen muss man allerdings differenzierter betrachten, da manchmal gerade die Außenschichten intensiv gefärbt sind und die Färbung durch Fremdatome verursacht wird. Man kann das auch aus dem Blickwinkel eines Stabilitätsfeldes (Temperatur, Druck, chemische Umgebung) betrachten. Was anfangs, als der Kern wuchs, stabil war, rutschte mit Veränderung von Druck, Temperatur und chemischem Umfeld zunehmend an den Rand des Stabilitätsfeldes oder darüber hinaus.
Um eine der vorangegangen Fragen noch einmal aufzugreifen. Falls tatsächlich aus der aufgelösten Heliodormasse wieder Heliodor gebildet wurde, könnte man eher von einer Pseudomorphose von Heliodor nach Heliodor sprechen.
Und noch eine Frage, da ja nur Fotos und die Beschreibung verfügbar sind: Ein beabsichtigtes oder zufällig entstandenes Ergebnis menschlicher Schöpfungskraft ist auszuschließen?
Mit freundlichen Grüßen
Das Felsenmammut