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Autor Thema: Salzsäure  (Gelesen 36251 mal)

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Offline loparit

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Re: Salzsäure
« Antwort #15 am: 08 Jul 05, 23:02 »
Hallo,
die Farbveränderung ist abhängig von dem Stoff der gelöst werden soll. Aber eine gelbliche Verfärbung z.B. bei Calcit ist durchaus üblich.

Die Entsorgung von Salzsäure da schon etwas problematischer.  Ganz und gar nicht gehört Salzsäure in den Abfluss  ???

Ich habe mal eine Betriebsanweisung zur Salzsäure angehängt. Dort sind alle wichtigen Daten enthalten.

Gruß
Edgar Müller -loparit-
« Letzte Änderung: 08 Jul 05, 23:06 von loparit »

Offline Godot

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Re: Salzsäure
« Antwort #16 am: 08 Jul 05, 23:24 »
Hallo Loparit,

Das Datenblatt, das du gepostet hast, bezieht sich auf 30 - 33%ige Salzsäure, soweit ich weiß, gilt für Verdünnte ein anderes. Bitte korrigier mich, wenn ich falsch liege.

schöne Grüße

Tobias

Reaktor

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Re: Salzsäure
« Antwort #17 am: 08 Jul 05, 23:26 »
Die Verfärbungen kommen sicher durch Spuren von Eisen, ist aber nicht weiter tragisch.

Entsorgung über den Abfluß geht schon aber man sollte vorher die Restsäure mit einer Lauge oder Soda/Natron (gibt es teilweise recht günstig im 500g Packungen in Drogerien) neutralisieren bevor man das ganze runterspült. Alternativ beim Schadstoffmobil abgeben (zu gewissen Zeiten ist das ganze bei uns kostenlos).
Flaschen mit Säuren aber bitte deutlich kennzeichnen und nicht in Lebensmittelflaschen lagern, da gabs schon etliche Unfälle bei solchen Verwechslungen.

Offline rene

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Re: Salzsäure
« Antwort #18 am: 09 Jul 05, 13:51 »
HALLO AN ALLE

Danke für Eure Antworten !!!

Man sieht was es für unterschiedliche Meinungen über die Entsorgung gibt.
Ich werde meine Salzsäure lieber zum Schadstoffmobil schaffen.Die kommen bei uns  auch 2 mal im Jahr und es kostet ja nichts.  ;)
Die werden es dann schon fachgerecht entsorgen.

Offline Moni

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Re: Salzsäure
« Antwort #19 am: 09 Jul 05, 22:03 »
Hallo rene,

ich habe erst jetzt das Thema gelesen und kann dem Ganzen eigentlich nichts Neues hinzufügen.

Zum Thema Säuren von Gesteinsproben: Das vorherige Einlegen in Wasser ist unbedingt wichtig, das sonst die Säure oder ggf. Lauge in den Poren verbleibt - wie geomüller schon vorher geschrieben. Je nach dem was gereinigt werden soll, lasse ich es zumindest an die 2 Tage wässern, dann ca. 5 Tage säurern, dann wieder 2 Tage wässern, nochmal Wasser wechseln. Verwenden tue ich außschließlich 10%-ige HCl - mehr braucht nicht sein.

Zum Thema Entsorgen: Es kommt auf die Menge an, die entsorgt werden muß. Verbrauchte HCl bis 1 l kann durchaus in den Kloh-abfluß - reinigt gut und erspart das teure Mittelchen beim Thema Verstopfung. Das Anschließende Spülen mit viel, viel Wasser versteht sich selbst. Ehrlich gesagt, ich würde der Entsorgungsbranche das kein Geld hintragen .... bzw. 2 x Mal in Jahr wäre mir für Abfall zu lang.

Gruß Moni

Spürnase

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Re: Salzsäure
« Antwort #20 am: 10 Jul 05, 11:48 »
Hallo Moni

Ist es aber nicht so,daß Salzsäure sich recht schnell verbraucht?

Will sagen,ich hab mal ein paar Bergkristallstufen gesäuert und nach ein paar Stunden
hat es nicht mehr "gesprudelt".Hab sie trotzdem noch etwas drin belassen,aber ist
das nicht ein Zeichen dafür,daß sich die Säure verbraucht hat?

Gibst du,wenn du 5 Tage säuerst dann immer wieder Salzsäure hinzu,oder warum
lässt du 5 Tage säuern?

Noch ne Frage:Kann man in Salzsäure auch Kalkreste von Pyrit entfernen,oder wie geht ihr da vor?
Ich hab das schon mal in Essigessenz probiert und da ist der Pyrit etwas grünlich geworden,verträgt Pyrit
keine Säure?

Schönes WE noch

Holger 

Offline rene

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Re: Salzsäure
« Antwort #21 am: 10 Jul 05, 13:09 »
Hallo Spürnase

Beim frei-ätzen von Pyrit mit Salzsäure hatte ich bisher noch keine Probleme.Ich lasse dann das Gestein aber nicht so lange in der Säure.Sondern sehe lieber öfters mal nach wieviel  schon freigeätzt wurde.Teilweise waren die Pyritwürfel im Calcit eingewachsen und lagen nach einem zu langen Säurebad nur noch lose im Eimer ???. Die Haltbarkeit der Säure hängt sicherlich von jedem selber ab (Konzentration der Säure und Häufigkeit der Benutzung). 

 Von einer Behandlung mit Essigessenz habe ich  allerdings noch nichts gehört.Was ereicht man damit ?

Gruß Rene´

Online geomueller

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Re: Salzsäure
« Antwort #22 am: 10 Jul 05, 14:52 »
Essigsäure löst auch Karbonate, so macht man z.B. Kaffeemaschinen sauber.

Jürgen

Offline TKMineral

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Re: Salzsäure
« Antwort #23 am: 10 Jul 05, 18:13 »
Hallo!

Also mit dem Freiätzen von Pyrit xx hatte ich bislang eigentlich auch keine Probleme, nur das die Anlauffarben der Pyrite duch die Behandlung mit HCl verschwindet.
Bei Markasit bin ich da schon vorsichtiger...Hatte mal einige Stücke mit Markasit xx ausgelöst , die aber nun einen starken Schwefelgeruch aufweisen , sodaß ich sie aus der Sammlung entfernt habe..

Gruß

TK

Offline ZEO

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Re: Salzsäure
« Antwort #24 am: 10 Jul 05, 19:23 »
Guten Abend,

also, Salzsäure so einfach in den Abfluss, würde ich abraten sich das zur Gewohnheit zu machen.  Auf die Dauer könnten die Rohre das Übelnehmen und undicht werden.
Besser: in die alte Lösung solange Kalksteine legen bis die sich nicht mehr auflösen. Dann ist die Säure verbraucht bzw. neutralisiert und viel weniger schädigend für Becken, Rohre usw.

Gruß

ZEO

Offline KOstMineral

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Re: Salzsäure
« Antwort #25 am: 11 Jul 05, 08:11 »
Hoi,

also in vielen Urinsteinentfernern ist u.a. Salzsäure enthalten und zudem schüttet ihr ja wohl nicht Literweise konzentrierte Salzsäure (30-33%) in den Abfluss. Also ich kann da nur Moni recht geben.

Gruss
   KOstMineral

Offline loparit

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Re: Salzsäure
« Antwort #26 am: 11 Jul 05, 11:04 »
Hallo,

ich habe bekannte, die durchaus Literweise mit Salzsäure in verschiedensten Konzentrationen arbeiten. Aber nur weil man mit wenig arbeitet gehört Salzsäure immer noch nicht in den Abfluß. Natürlich ist verbrauchte Salzsäure nicht mehr so gefährlich wie unverbrauchte, das ist wohl selbstverständlich. Aber trotzdem gibt es Vorschirften wie mit dem Gefahrstoff umzugehen ist !

Hier einmal ein Auszug aus dem Sicherheitsdatenblatt von Salzsäure:

Wassergefährdungsklasse 1 (Listeneinstufung): schwach wassergefährdend. Nicht unneutralisiert bzw. unverdünnt oder in größeren Mengen in das Erdreich, in das Grundwasser, in Gewässer, in die Kanalisation oder in den Vorfluter gelangen lassen.

Hinweise zur Entsorgung:
Empfehlung:

Chemikalien, die als Reststoffe anfallen, sind in der Regel Sonderabfälle. Deren Beseitigung ist durch entsprechende Gesetze bzw. Verordnungen der EG-Mitgliedsländer sowie in der Bundesrepublik Deutschland auch durch die Bundesländer geregelt.


Natürlich braucht man nicht alles auf die Spitze zu treiben und kann neutralisierte Restmengen in den Abfluss gießen. Doch wo liegt das Problem, die benutzen Restmengen zu sammeln und einmal im Jahr oder nach Bedarf eben öfters der richtigen Entsorgung zuzuführen.  ???

Gruß
Edgar Müller -loparit-

Spürnase

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Re: Salzsäure
« Antwort #27 am: 11 Jul 05, 11:32 »
Hallo Rene

Beim entfernen von Kalk- oder Sandstein und festsitzendem Schmutz in nicht leicht zugänglichen Spältchen
hab ich mit Essigessenz ganz gute Erfahrungen gemacht,Porentief sozusagen  ;D


Grüßle
Holger

Offline Hg

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Re: Salzsäure
« Antwort #28 am: 11 Jul 05, 11:42 »
Hi,
nachdem hier schon einiges zum Thema Entsorgung von Salzsäure gesagt wurde, möchte ich kurz etwas dazu sagen, wie es in den Laboren an der Uni gehandhabt wird. Sämtlich sauren Abfälle müssen neutralisiert werden und dürfen dann über den Abfluss entsorgt werden. Kleinere Mengen, die nicht zu konzentriert sind, dürfen mit viel Wasser auch nicht neutral, in den Ausguss. Problematisch wird es, wenn Schwermetalle (Blei, Kupfer, Arsen....) gelöst sind. Diese Lösungen müssen gesammelt werden und dann speziell aufgearbeitet und entsorgt.
Also ich halte die Entsorgung von Salzsäure durch den Abfluss, solange es nicht literweise hochkonz.Salzsäure ist, für weniger problematisch. Da sind die Umweltgefahren durch gelöste Schwermetallsalze meiner Meinung nach höher einzuordnen.
Grüße
Hg

Offline KOstMineral

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Re: Salzsäure
« Antwort #29 am: 11 Jul 05, 14:15 »
Hoi,
also ich denke wir sollten die Diskussion über die Entsorgung von Salzsäure abbrechen.

So sollte jeder selbst entscheiden wie er das zeug entsorgen möchte.
Ein Laie, der von der Chemie keine Ahnung hat (was wohl die meisten von uns sind), sollte seine Abfälle der Schadstoffsammlung mit geben. Jemand der die Gefahren und die damit verbundenen Auswirkungen für die Umwelt kennt, hat nach besten Wissen und Gewissen zu entscheiden. Und im Zweifelsfall immer der Schadstoffsammlung zuführen.
Säure die durch das Ausätzen von Mineralien oder ähnlichem, mit Schwermetalle verunreinigt ist, immer der Schadstoffsammlung zuführen. Aber auch den Jungs bescheid geben, dass der Abfall Schwermetalle enthält!!!


Was man auf keinen Fall tun sollte, ist Rohrfrei oder ähnliches zugeben. Denn das Zeug enthält meist Natronlauge, welche schon in Verbindung mit Wasser sehr heiss werden kann. Mit Säure wirkt sich das noch ärger aus. Es hat schon Fälle gegeben, wo die Brühe aus den gewissen Örtlichkeiten/Abflüsse den Leuten ins Gesicht gespritzt ist, was erstens zu Verbrennungen und zweitens zu Verätzungen führt.

Also wie gesagt, arbeitet nach besten Wissen und Gewissen. Und wenn ihr euch mit dem Zeug nicht auskennt, lasst euch von einer kompetenten Person helfen oder lasst gleich die Finger davon.

Gruss
   KOstMineral

P.S.: Zur Info habe ich noch ein Sicherheitsdatenblatt von 25%iger Salzsäure angehängt.

Datenblätter könnt ihr übrigens unter http://de.vwr.com/app/Home Sicherheitsdatenblätter abfragen.