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...noch mehr mir Unbekanntes

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Lia:
Hallo,

in meiner Sammlung befinden sich einige alte Funde, deren Aufzeichnungen durch einen Wasserschaden ganz oder teilweise unkenntlich wurden #ärgerlich# andere sind Urlaubsmitbringsel, Geschenke, Dachbodenfunde oder Käufe ohne Label.

Nun versuche ich, sie zu rekonstruieren und hoffe, dass ihr mir dabei helfen könnt. Einige werde ich hier vorstellen. Und sagt mir bitte, wenn es zuviel wird und nervt, denn es sind eine ganze Menge… ::)

Skutterudit?
6,0 x 3,5cm
rel. schwer: 280g
nicht magnetisch
farblich wie Cobalt/Arsen Verb.

Lia:
Dieser interessante Fund sieht auf den ersten Blick aus wie Calzit, ist jedoch rel. leicht (110g) und fühlt sich speckig an.
Maße: 5,5 x 4,0cm


heli:
Zu deinen Fragen konkret. Die erste Stufe ist kein Skutterudit.

Generell:
https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Einsteigerguide
Dann tun sich alle leichter. Und dann kannst du auch ohne Weiteres ausschließen, dass das erste ein Skutterudit ist und auch herausfinden, was das zweite ist.

felsenmammut:
Glück Auf!

das Stück auf den Bildern unbekannt bis unbekannt (4) wird wohl Bleiglanz sein. Der grauweiße Kristall wird wohl ein Karbonat (Calcit oder Dolomit sind wohl am wahrscheinlichsten, aber nicht die einzigen hier rein visuell passenden Kadidaten) sein. Der Bleiglanz scheint hier ausschließlich in derber Ausbildung mit Bruchflächen vorzuliegen. Durch die sehr gute Spaltbarkeit entstehen viele ebene, metallisch glänzende Bruchflächen.

Das Stück auf den Bildern unbekannt (5) bis unbekannt (8) kann sehr wohl Calcit seit. Mir scheint das speckige Tastgefühl aber auf eine Lackierung hinzuweisen. Auch die Bilder zeigen eine für Calcit ungewöhnlich schrumpelig-fleckige Oberfläche, die mit einer Lackierung, Ölung oder anderen derartigen Oberflächenbehandlung zu erklären wäre. Insbesondere die Spaltflächen sollten aufgrund der sehr guten Spaltbarkeit des Calcits sehr eben wirken. Calcit wäre durch seine geringe Härte leicht mit einem spitzen Stahlwerkzeug zu ritzen und reagiert heftig auf Salzsäure (aber nicht die Beschichtung). Alternativ zum Calcit wären noch andere Karbonate möglich. Diese weisen aber schon höhere Dichte auf. Feldspat wäre auch noch eine Möglichkeit. Alkalifeldspat hat eine vergleichsweise niedrige Dichte, lässt sich mit einem spitzen Stahlwerkzeug noch ritzen und zeigt keine Reaktion auf Salzsäure. Weitere Minerale sind möglich aber unwahrscheinlicher.

Mit freundlichen Grüßen

Das Felsenmammut

Lynx:

--- Zitat von: felsenmammut am 07 Nov 20, 10:48 --- (8)
--- Ende Zitat ---
= ( 8 ) wieder so ein intrinsisches smiley  :D

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