Mineralien / Minerals / Minerales > erledigte Bestimmungen / completed determinations

Brochantit? Bin mir aber nicht sicher. / Malachit

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vandendrieschen:
Glück auf,

das ist meine erste Bestimmungsfrage.
Ich habe am kleinen Ternickel in der Nähe von Zauckerode die Brochantitstelle mehrmals abgesucht, aber nicht gefunden. Am großen Ternickel habe ich auf dem Gipfel einen Aufschluss gefunden und dort mal den gelblich erdigen Porphyrit raus gemeißelt. Dieser befindet sich gleich oberhalb der 9. Halde. Brochantit ist aber auf dem großen Ternickel laut Lexikon nicht vermerkt. Unterm Mikroskop sind mir zuhause auf einer Probe Ähnlichkeiten zu Brochantit Belägen in minderwertiger Form aufgefallen. Bin mir da aber unsicher, ob es sich um Brochantit oder sogar Malachit Belag handelt, der im Lexikon auch verzeichnet ist, oder um gar was anderes. Aus anderer Quelle hörte ich auch, dass es dort mal eine Kupferabbaustelle gegeben haben soll.

Die Bilder sind nicht die allerbesten. Ich hoffe aber, man kann was erkennen und durch die Fundortangaben das etwas lokalisieren.
Vielleicht weiß hier ein Local mehr, um was sich handeln kann.
PS: HCI Säure habe ich gerade keine im Haus, um das auf Malachit zu testen.

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Gruß




felsenmammut:
Glück Auf!

Zumindest Malachit ließe sich zielstrebig überprüfen. Dazu eine kleine Ecke abpopeln, auf einen Glasträger legen, daneben einen Tropfen Salzsäure platzieren und dann die Ecke in den Tropfen schieben. Kommt es zum heftigen Aufschäumen, ist ein leichtlösliches Karbonat enthalten und das Mineral dann wohl Malachit. Gibt es lediglich ein völlig unspektakuläres Auflösen ohne Gasentwicklung, sind Cu-Derivate anderer Mineralsäuren anzunehmen, vor allem Sulfate, Phosphate, Arsenate; sowie Silikate. Lässt man den Tropfen eintrocknen und es bleibt auch nach Tagen eine gelartige Masse übrig, war ein lösliches Silikat im Spiel - z.B. Chrysokoll (zeigt auch keine Gasentwicklung beim Aufläsen in HCl). Sind die Mineralogie der Fundstelle gut untersucht und die unbekannte Mineralprobe gut ausgebildet, kann eine Mineralzuordnung recht gut gelingen. Konnte man Malachit und Chrysokoll ausschließen und es bleiben für die Fundstelle noch mehrere Zuordnungsmöglichkeiten zu Mineralen, die sich halt optisch ähnlen, übrig, kommt man um eine weitergehende Analyse nicht drumrum, wenn man sich bei der korrekten Ansprache des unbekannten Fundobjektes sicher sein will.

Mit freundlichen Grüßen

Das Felsenmammut

vandendrieschen:
Meine Ausbeute vom Wochenende.

Conny3:
Hallo,

bei Porphyrit würde ich an Delessit denken. Könnte vielleicht hinkommen?

Gruß Conny

vandendrieschen:
Hallo Conny,

das kann durchaus auch dabei sein, ausschließen würde ich dort gar nichts mehr. In der Fachliteratur ist da aber über den Fundort von Delessit nichts zu lesen/bekannt.

Gruß

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