Glück Auf!
Zumindest Malachit ließe sich zielstrebig überprüfen. Dazu eine kleine Ecke abpopeln, auf einen Glasträger legen, daneben einen Tropfen Salzsäure platzieren und dann die Ecke in den Tropfen schieben. Kommt es zum heftigen Aufschäumen, ist ein leichtlösliches Karbonat enthalten und das Mineral dann wohl Malachit. Gibt es lediglich ein völlig unspektakuläres Auflösen ohne Gasentwicklung, sind Cu-Derivate anderer Mineralsäuren anzunehmen, vor allem Sulfate, Phosphate, Arsenate; sowie Silikate. Lässt man den Tropfen eintrocknen und es bleibt auch nach Tagen eine gelartige Masse übrig, war ein lösliches Silikat im Spiel - z.B. Chrysokoll (zeigt auch keine Gasentwicklung beim Aufläsen in HCl). Sind die Mineralogie der Fundstelle gut untersucht und die unbekannte Mineralprobe gut ausgebildet, kann eine Mineralzuordnung recht gut gelingen. Konnte man Malachit und Chrysokoll ausschließen und es bleiben für die Fundstelle noch mehrere Zuordnungsmöglichkeiten zu Mineralen, die sich halt optisch ähnlen, übrig, kommt man um eine weitergehende Analyse nicht drumrum, wenn man sich bei der korrekten Ansprache des unbekannten Fundobjektes sicher sein will.
Mit freundlichen Grüßen
Das Felsenmammut