Glück Auf!
Da ist noch reichlich Spielraum für Spekulationen, bevor man eine hilfreiche, zielführende Antwort geben kann. Bilder wären hilfreich und Angaben zum Fundort. Eine genauere Beschreibung der störenden Kruste und das Verhalten beim (versuchten) ritzen mit einem Stahlwerkzeug könnten auch etwas mehr Aufschluss geben. Eine Erdkruste (Bodenbestandteil, nicht die äußere feste Schicht des Planeten Erde) würde man ja mit Wasser und Bürste wegbekommen. Wenn das nicht reicht, wird es wohl etwas anderes sein. Damit gehen die Spekulationen erst richtig los. Es könnten biogene Anhaftungen sein, die man dann eher mit basischen Lösungsmitteln oder z.B. Geschirrspültabs gut angreifen kann.
Die nachfolgenden Spekulationen sind vorrangig dem professionellen Umgang mit Chemikalien vorbehalten:
Wenn die Kruste aus Eisen/Mangan-Oxiden besteht, kann man das mit konzentrierter Salzäure wegbrutzeln. Das bedeutet aber den Umgang mit ohnehin schon gefährlicher Substanz in noch besonders gefährlicher Konzentration. Weniger gefährlich, aber deshalb nicht gleich ungefährlich, allerdings möglicherweise weniger wirksam sind Weglösestrategien auf Grundlage von z.B. Oxalsäure und Natriumdithionit. Wenn es (Reste der) Magnesiumsilikate der häufig Chrysopras umgebenden Serpentingesteine sind, so kann man diese ebenfalls mit konzentrierter Salzsäure weglösen, dauer aber und braucht wahrscheinlich eine mechanische Nachbearbeitung. Höher konzentrierte Schwefelsäure ist in dem Fall noch wirksamer aber noch viel gefährlicher, da sie neben der ohnehin schon starken Säurewirkung oxidierend und stark exotherm reagiert. Wenn es keine Magnesiumsilikate mehr sind, sonder schon verkieselte Bildungen, kommt man mit Flusssäure schnell zu Ziel. Allerdings dürfte dann auch Einiges vom Chrysopras gleich mit weggelöst sein.
Zum Schluss besteht noch die Möglichkeit die Fläche einfach abzuschleifen. Je nach finanzieller Motivation und Engagement des Schleifers kann das im Planschliff oder Muggelschliff erfolgen. Resultate solcher Bearbeitung können sich sehen lassen.
Mit freundlichen Grüßen
Das Felsenmammut