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Autor Thema: Bestimmungshilfe / Dachbodenfund  (Gelesen 1557 mal)

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Offline robsche

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Bestimmungshilfe / Dachbodenfund
« am: 19 Nov 20, 10:08 »
Guten Morgen liebes Forum,

ich habe bei einem Familienmitglied folgende Minerale gefunden, ich hoffe ihr könnt mir bei der Bestimmung helfen :)

Leider ist die Bildqualität nicht so gut, meine Handykamera ist leider sehr schlecht.

LG
Robin
« Letzte Änderung: 01 Dec 20, 19:36 von oliverOliver »

Online stoanklopfer

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Re: Bestimmungshilfe / Dachbodenfund
« Antwort #1 am: 19 Nov 20, 13:10 »
Hallo!

Beim ersten tue ich mich etwas schwer, das könnte auch etwas künstlich Hergestelltes sein (vom Foto her schwer zu sagen). Das zweite ist gebrannter Amethyst, das dritte sind Pyrite, das vierte Calcit.

Volkmar

Offline robsche

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Re: Bestimmungshilfe / Dachbodenfund
« Antwort #2 am: 19 Nov 20, 14:01 »
Danke Volkmar! Das ist spannend, ist Neuland für mich.

Vielleicht hilft dieses Bild mehr, er schimmert recht stark.

Offline wolfi

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Re: Bestimmungshilfe / Dachbodenfund
« Antwort #3 am: 19 Nov 20, 14:04 »
Servus,
schließe mich an. Das erste ist sehr wahrscheinlich Siliziumkarbid. Also künstlich.
Servus + Glück auf
Wolfi

Offline robsche

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Re: Bestimmungshilfe / Dachbodenfund
« Antwort #4 am: 19 Nov 20, 14:05 »
danke Wolfi!

Offline felsenmammut

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Re: Bestimmungshilfe / Dachbodenfund
« Antwort #5 am: 19 Nov 20, 19:04 »
Glück Auf!

Bei minerale (1) ist Siliziumkarbid (SiC) als synthetisches Produkt sehr gut möglich. SiC ist ziemlich hart und spröde. Normalerweise kann man das leicht überprüfen, indem man damit versucht auf einer Glasscheibe einen Kratzer zu erzeugen (siehe Mohshärte: https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/H%C3%A4rte?redirectfrom=Mohsh%C3%A4rte&memberid= ). Leider ist SiC auch sehr spröde und geht bei dem Test leicht mal kaputt. Eben diese Brüchigkeit lässt aber auch leicht kleine Bruchstücke entstehen, die man genauso gut für den Härtetest nutzen kann. Dazu klemmt man einen Splitter SiC zwischen einem z.B. Holzgegenstand und der Glasscheibe und schiebt den Splitter mit dem Holz über die Glasscheibe. Insbesondere wenn es gelingt eine scharfe Kante vom SiC auf das Glas zu richten, kann man leicht einen Kratzer erzeugen. Mit etwas mehr Kraftaufwand ist auch Quarz zu ritzen.

Bei minerale (2) weiß ich nicht ,wie gut die Farbe rüberkommt. Pyrit zeigt meist gelbe bis messingfarbene Töne. Durch seine Härte lässt er sich nicht mit einem Stahlwerkzeug ritzen. An einer schadhaften Stelle könnte man die Strichfarbe bestimmen. Dazu den Stein an rauem Porzellan reiben. Bei Pyrit sollte ein grünlich-schwarzer Farbton bei dem Abrieb sichtbar werden. Alternativ kann ich mir noch Magnetit vorstellen. Dieser sollte einen Magneten deutlich anziehen. Kleine Eisenstücke können auch an ihm hängen bleiben. von der Härte her ist es er noch mit einem scharfen Stahlwerkzeug ritzbar. Die Strichfarbe ist dunkelgrau bis schwarz. Sollte die Farbe ins bräunliche oder sogar rotbraune gehen, liegt eine Umwandlung zu Hämatit vor. Der Magnetismus ist bei der Umwandlung zu Hämatit auch deutlich schwächer, aber mit einem Magnetpendel noch deutlich nachweisbar. Falls die Kristalle statt Oktaeder (Pyrit, Magnetit) Tetraeder bilden, könnte auch Fahlerz möglich sein. Die Härte ist etwas geringer, die Strichfarbe geht mehr ins Graue, aber es lässt sich kein Magnetismus feststellen.

Die anderen beiden sollten wie schon geschrieben Calcit und gebrannter Amethyst sein.

Mit freundlichen Grüßen

Das Felsenmammut

Offline robsche

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Re: Bestimmungshilfe / Dachbodenfund
« Antwort #6 am: 19 Nov 20, 20:43 »
danke Felsenmammut!