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sphärolithischer Aufbau von Lithophysen

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Manfrid:

--- Zitat von: felsenmammut am 29 Nov 20, 04:42 ---Es besteht keine zwingende Notwendigkeit, dass die radiale Struktur parallel zu den Rissrändern verläuft.
--- Ende Zitat ---
Zunächst einmal ging es ja nur darum, dass sich die radiale Struktur "erst nach der Rissbildung ausgebildet haben dürfte". Hätte sie sich vorher ausgebildet, so müsste man sie gerade dann, wenn die Rissbildung quer zu ihr verliefe, über den Riss hinweg von einem Rissrand zum gegenüberliegenden verfolgen können. Oder sie müsste halt durch die Rissweitung von ihrer radialen Orientierung abgelenkt worden sein. Beides ist nicht der Fall.

Eine eventuelle Fortsetzung der "Uruguay"-Schichtungen in diesem Bereich, die zugegebenermaßen bei dem betreffenden Stück wegen der ohnehin weitgehend radialen Orientierung fraglich ist, wäre nur eine bestätigende Beigabe. Ob sie an der Fundstelle öfter und in signifikanterer Form vorkommt, kann ich mangels Kenntnis derselben nicht sagen.

Manfrid:
Hier nochmal ein Achat von L'Esterel, der vielleicht noch etwas deutlicher den Eindruck einer gelegentlichen Fortsetzung der "Uruguay"-Schichtung nach außen hin macht (unten links). Aber dies, wie gesagt, mehr am Rande. Der (im doppelten Sinne zu nehmende) Ein-fluss der den Achat bildenden (ehemaligen) Flüssigkeit auf die geborstenen Bereiche drumherum ist wohl auch sonst unübersehbar.

Manfrid:
Nochmal zum "Kern der Sache". - Wenn die Achatbildung selbst die Lithophysenform mit ihren Spalten nicht bloß voraussetzt, sondern deren weitere Entwicklung durch Imprägnierung und Festigung ihrer Umgebung mitbestimmt, dann kann der ursprüngliche Kern auch in der Endform mehr oder weniger "ausgelagert" erscheinen; als relativ selbständige Geode. Ein Beispiel wäre der hier im ersten Bild gezeigte Achat (Foto vom 'Sternchenschleifer', Herrn Krause, mit freundlicher Genehmigung).
Mich interessiert diese "Kernfrage" sozusagen aus Lokalpatriotismus. Solche unscheinbaren Hornsteine wie im zweiten Bild, die Ackerfunde hier aus der Gegend sind, werden im Zusammenhang mit den Septarienbildungen verständlich, auch wenn sie selbst selten Drusen und noch seltener Achat enthalten, sondern gewöhnlich beim Schrumpfen nur einfach zersprungen sind.
Grüßle!

Manfrid:

--- Zitat von: felsenmammut am 29 Nov 20, 04:42 ---Wie man von Szeptarien von überall in der Welt weiß, haben die Schrumpfungsrissmuster in kugeligen Gebilden eine radiale Komponente
--- Ende Zitat ---
Ja, die haben sie. Auch die hiesigen aus Kalk (im Bild eine von Böhmenkirch, Schnitthöhe 24cm). Man sieht da einerseits ganz schön, wie der ursprüngliche Kern eingeschlossen, zerlegt und angelöst worden ist, andererseits, wie stellenweise schon weitere Anlagerungen durch Konkretisierung des umgebenden Sediments (Schlottenlehm) erfolgt sind und mit peripheren Rissbildungen zusammenhängen.
Grüßle!

Klaus Schäfer:
Hallo Manfrid,

Auch in Jaspissen findet man einen ähnlichen Aufbau, der ebenfalls durch Kristallisationsfronten entsteht.

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