Fossilien / Fossils / Fósiles > Kopffüßer / Cephalopoda
merkwürdiger Stein / vmtl. Endoceras
noebby:
Liebe Freunde des schönen Gesteins,
ich habe nicht das Geringste mit Mineralien zu tun. Beim Aufräumen fiel mir ein Stein in die Hände, der mich vor ein Rätsel stellt, er sieht aus wie zusammengeklebt, wie ein 3D Puzzle. Wie kann so etwas sein? Er lag jahrelang bei uns als Deko, woher er stammt, weiß ich nicht, vermutlich hier vom Niederrhein an einem See. Was mag das sein?
noebby:
Hier noch 3 Bildchen...
felsenmammut:
Glück Auf!
Ich nehme mal an, dass die unterschiedlichen Partien letztlich das gleiche Material darstellen. Den Kratzern auf Bild IMG_20201209_114003.jpg nach zu urteilen, scheidet Quarz als Hauptbestandteil aus, sogar Feldspat würde ich für eher unwahrscheinlich halten. Die Farbe lässt dann noch Karbonatgestein vermuten.
Hilfreich wäre eine Härtemessung. Lässt sich der Stein mit einem spitzen Stahlwerkzeug oder Kupfer ritzen? Keine kupferfarbenen Euromünzen nehmen, da diese im Kern aus Stahl bestehen.
Wie reagiert der Stein auf einen Tropfen Salzsäure. Ist es eine kurzzeitige Reaktion, bei der der Tropfen aufschäumt, liegt wohl ein Karbonat vor.
Bei den Tests ruhig darauf achten, ob sich der Stein homogen an allen Stellen gleich verhält oder heterogen und sich Unterschiede zeigen.
Ist der Stein auffällig leicht oder schwer? Prinzipiell könnte eine Dichtbestimmung durchgeführt werden.
Neben der Möglichkeit eines natürlichen Produkts kann ein anthropogener Ursprung wohl nicht ausgeschlossen werden. Leider ist die Unterscheidung zwischen Karbonatgestein und Beton mit den oben genannten Möglichkeiten nicht mit Sicherheit möglich.
Allgemeiner Hinweis: Bei Bestimmungsfragen immer beachten und anwenden: https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Einsteigerguide
Mit freundlichen Grüßen
Das Felsenmammut
noebby:
Hallo,
Markus, bitte entschuldige die späte Antwort.
Also, der Stein lässt sich mit einem Küchenmesser leicht ankratzen und dabei entsteht feines grau-braunes Mehl. Die Dichte habe ich jetzt nicht bestimmt, er ist etwa so schwer, wie man es von einem Stein erwartet, nicht ungewöhnlich leicht oder schwer. Salzsäure habe ich leider nicht in meinem Haushalt.
Mir ist noch aufgefallen, dass die Trennstellen der merkwürdigen "Lagen" etwas zum Teil bräunlich erscheinen.
Liebe Grüße, Norbert
smoeller:
Hallo,
Für mich ein stark abgerolltes Bruchstück eines Endoceras, eines gerade gestreckten Tintenfisches aus dem Erdaltertum, ca. 470 Mio. Jahre alt. Das Material sollte dann Kalkstein sein.
Glück Auf!
Sebastian
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