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Goldstufe bei Ebay, leider reingefallen!

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pseudonym:
Und wenn durch den Kamineffekt in dem Bergwerk zufällig ordentlich Zug entstanden wäre ?

Meine mich auch zu erinnern das gelbe Flammen so 1000-1200 Grad haben weil in dem Bereich Ruß gelb verbrennt - das würde passen .

Gelbe Flammen mittels Holzfeuer zu generieren sollte machbar sein ... ;D ,mach ich zur Zeit 2x täglich !

Kupperdroll:
Hallo !

Also: Die Form des Goldes auf den Bildern vom Uwe ist für mich unlogisch.Die Goldkugeln auf dem Foto vom Klaus sind dagegen realistisch,denn dies ist eine ganz normale Erstarrungsform,von sich abkühlenden Metallresten aus der Schmelze.

Und mal anders gesprochen: Kann und wird sich soetwas jemand erlauben,der auf der Jagd nach Gold ist ?

Die Idee mit dem Feuersetzen klingt nicht unwarscheinlich.Aber dann hätte Derjenige aber auch die Schlacke aus dem Berg geräumt und untersucht.Diese Goldmenge ist ja wohl doch nicht zu übersehen.

MfG

TKMineral:
Hallo!

Also "Gold" in Schlacke ist früher aus St. Gertraudi öfters aufgetaucht auf Börsen und in Sammlungen etc. Jedoch war/ist das alles wie Uwe bereits erwähnte ausnahmslos Messing, was auch analysiert wurde.

Gruß
Thomas

Klaus Schäfer:
Hallo Klaus (Kupperdroll),

Endlich mal ein Mann vom Fach (auf deiner website hier im Atlas steht ja einiges über deinen beruflichen Werdegang). Als "Schmelzer" kennst du dich mit der Materie ja aus. Zu deiner Feststellung "Diese Goldmenge ist ja wohl doch nicht zu übersehen" möchte ich zu bedenken geben, daß auf dem Foto die Goldkügelchen dominant und eindrucksvoll wirken  - allerdings ist die größte Kugel nur +/- 0,5 mm groß. Zu dem zeige ich auf dem Foto den Ausschnitt, der die meisten Kügelchen präsentiert. Nimmt man das Stückchen in die Hand und denkt sich etwas Verschmutzung dazu und die intensive Beleuchtung weg, ist es schon relativ knifflig, das Gold wahrzunehmen.

Gruß von Klaus

Fabian99:

--- Zitat von: Klaus Schäfer am 09 Jan 21, 13:01 ---Ich habe gerade mal nach Schmelzintervallen von handelsüblichen Goldlegierungen bei meinen Kollegen auf der BBS Idar-Oberstein nachgefragt.
Die niedrigsten Temperaturen finden sich bei 8karätigem Gold (Au 333) mit einem Solidus von 820°C und einem Liquidus von 860°C. Hierbei sind die Legierungsbestandteile Gold, Silber und Kupfer.

--- Ende Zitat ---

Hallo Klaus,

bei den handelsüblichen Legierungen liegst du richtig. Aber das Eutektikum liegt am Rand im System Cu-Ag. Der Farbe nach würde ich aber eher einen höheren Goldanteil vermuten. Die Farbe von Gold ist deutlich, wenn man einige Zeit mit Reingold gearbeitet hat. Der Schmelzpunkt liegt somit eher höher, gleichzeitig muss das Material  kriechen und zu fliessen zusammenfliessen. Also meiner Meinungnach,  eine ganze Zeit hohe Temperaturen.

Quellen:
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ag-Au-Cu-phase-diagram-greek.svg
https://www.researchgate.net/figure/A-phase-diagram-of-the-Ag-Au-Cu-ternary-alloy-203_fig2_337897870

LG

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