Hallo Mark,
wie Klaus und Johannes schon richtig sagten, es ist kein Japaner Zwilling.
Es würde noch eine ähnlich wie die Japaner aussehende Verwachsung geben, die aus einem Schriftgranit entstanden wäre, einer orientierten Verwachsung von Quarz und Feldspat, aber auch hier stimmt die Ausrichtung der beiden Kristalle nicht.
Es wurden auch noch andere Zwillinge beim Quarz beschrieben, z.B. nach Rhomboederflächen wie das Reichenstein-Grieserntaler-Gesetz nach den Hauptrhomboedern r oder z. Ich hatte schon ein paar solche Kandidaten in meiner Zwillingssammlung, unter anderem einer vom Henneberg. Sie hatten sogar teilweise eine für Zwillinge typische Verzerrung, aber nach ein paar einfachen Messungen halte ich sie jetzt auch für zufällige Verwachsungen.
Bei Deinem Beispiel müsste die Naht zwischen den Prismenflächen winkelhalbierend sein, wenn es sich um einen Zwilling nach einem Rhomboeder handeln würde und auch eine für Zwillinge typische Verzerrung ist nicht erkennbar.
Einen Zwilling mit nicht parallelen Achsen kann man hier ausschließen.
@Klaus; Ich kenne mehrere Fundstellen von dem nur ein glaubhafter Japaner-Zwilling bekannt ist. Ich habe einen von Grub bei Rinchnach, einen von der Fürstenzeche bei Lam und kenne einen von der Johanneszeche bei Wunsiedel. Bei den meisten Fundstellen gibt es mehrere, das ist aber nicht immer so.
Grüße Josef