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Autor Thema: Laguna-Achat  (Gelesen 1953 mal)

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Offline Lexikon

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Laguna-Achat
« am: 31 Jan 21, 09:46 »
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Mexiko/Chihuahua, Estado/Chihuahua, Municipio/Ojo Laguna
Laguna-Achat

Offline Manfrid

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Achat
« Antwort #1 am: 31 Jan 21, 09:46 »
Ein klassisches Donnerei. Hält man das zusammen mit dem, was man sonst so von Ojo Laguna kennt, dann kann schon die Zuversicht aufkommen, dass doch kein prinzipieller Unterschied zwischen der Bildung der Thundereggs und derjenigen der "üblichen" (Mandel- und Gang-)Achate angenommen werden muss. Interessant in dieser Hinsicht ist natürlich auch die gut erkennbare Schichtung des Muttersediments, die sich ins Innere der Kugel - wenn auch aufgewölbt - fortsetzt (wie man es ja auch öfter bei den Achaten etwa von L'Esterel oder vom Lierbachtal schön hat).

Offline Klaus Schäfer

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Re: Achat
« Antwort #2 am: 31 Jan 21, 10:22 »
Hallo Manfrid,

Die Fundortzuschreibung dieser Lithophyse ist zumindest überaus unpräzise, wenn nicht sogar fragwürdig. Der Fundort "Laguna" wird in Nordamerika auch als Status für gute Qualität genutzt.

Offline Mineralroli

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Re: Achat
« Antwort #3 am: 31 Jan 21, 11:07 »
Zitat
Der Fundort "Laguna" wird in Nordamerika auch als Status für gute Qualität genutzt.
Das ändert nichts an der Tatsache das bei Laguna auch Thundereggs gefunden werden. Sorry, aber das ist für mich eine fragwürdige Begründung zum Fundort.
Zitat
unpräzise, wenn nicht sogar fragwürdig
Dann sollte man es doch präzise nennen.
Hier zum nachlesen:
https://thundereggs.jimdofree.com/central-america/mexico/chihuahua/
« Letzte Änderung: 31 Jan 21, 11:22 von Mineralroli »

Offline Klaus Schäfer

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Re: Achat
« Antwort #4 am: 31 Jan 21, 11:55 »
Hallo Roli,

Danke für deine prompte Email.

Dein geposteter Text handelt von Donnerschlägen und Lagunen - klingt das seriös ?

Rainer Hoffman-Rothe (ein wirklich ausgewiesener Kenner von Laguna-Achaten) und ich versuchen seit langer Zeit etwas Licht in das Dunkel der Fundortbenennungen mexikanischer Achate zu bringen. Die erste deutschsprachige  Veröffentlichung einer CD über dieses Thema 2007 (Achat-Archiv - Laguna Achate, Schäfer, K. & Hoffmann-Rothe) war das erste Ergebnis.

Eine Fundortangabe wie "Laguna" ohne den Claim, oder die Fundzone etwas einzugrenzen ist einfach unpräzise.

Offline Klaus Schäfer

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Re: Achat
« Antwort #5 am: 31 Jan 21, 12:02 »
Hallo Roli,

Ich habe mir die von dir zitierte Seite mal genauer angeschaut. Unser beider Bekannter Markus Siegeris ist der Autor der Texte. Vielleicht kann er ja hier etwas weiterhelfen ?

Offline Mineralroli

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Re: Achat
« Antwort #6 am: 31 Jan 21, 12:04 »
Zitat
Eine Fundortangabe wie "Laguna" ohne den Claim, oder die Fundzone etwas einzugrenzen ist einfach unpräzise.
Ich hatte gebeten dann den Fundort präzise zu benennen, kann aber nicht davon erkennen.
Ich selber kenne die Örtlichkeiten nicht.
Diese Achate werden als Laguna-Achate auf Messen angeboten (auch von bekannte Thunderegg-Sammlern).
Ich kann diese Lokation nicht dementieren und auf den Foto steht auch Laguna. So lange da kein anderer Fundort genannt wird find ich das nicht unseriös.
Ich finde, wenn man etwas bemängelt, dann sollten Lösungsvorschläge bzw. Verbesserungen die Antwort sein.
« Letzte Änderung: 31 Jan 21, 12:11 von Mineralroli »

Offline felsenmammut

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Re: Achat
« Antwort #7 am: 01 Feb 21, 01:05 »
Glück Auf!

Zu der Fundortdiskussion kann ich nicht wirklich etwas beitragen. Wenn ich mir den Link von Mineralroli anschaue und die kritischen Anmerkungen von Klaus Schäfer, dann würde ich ja eher auf das ein oder andere Fauxpas bei der Übersetzung vom Englischen ins Deutsche tippen.

Einen Hinweis möchte ich noch geben zu dem Eingangsbeitrag von Manfrid. Da ist die Deformation des flächig orientierten Gefüges als aufgewölbt beschrieben worden. Ich glaube zu verstehen, was Manfrid meint. Allerdings neigt die Formulierung aufgewölbt als Gefüge- oder Vorgangsbeschreibung zu einer einseitigen Betrachtung, da es sich vor allem das nach oben schieben beschränkt. Ein vergleichbares Gefügebild ergibt sich durch Verdichtung und Deformation des umgebenden Gesteins um einen Härtling, der die Deformation oder Verdichtung nicht (im gleichen Maße) mitmacht. Auch Fließgefüge können ähnlich gewölbte Erscheinungen hinterlassen, vor allem wenn man nur so kleine Ausschnitte, wie sie die Thundereggs bieten, betrachtet. Fließen meint jetzt hier nicht nur das strömende Fließen, sondern auch das Breitfließen bei dem im Inneren der noch flüssigen Lava oder vulkanischen Sedimente einzelne Schichten immer dünner und dafür breiter werden. Rhyolithe decken ein breites Bildungsspektrum von aus reinen flüssigen Ergüssen bis vollständig aus Aschen oder Glutwolken sedimentiertes, verdichtetes und schließlich erstarrtes Gestein ab. Soweit mir aus der wenigen eher zufällig aufgeschnappten Literatur bekannt, konzentrieren sich Lithophysenvorkommen an obere Abschnitte einzelner flüssiger Ergüsse. Welche Bildung der Wirtsgesteine für die Lithophysenachate aus Laguna zutrifft, müsste jemand anderes mitteilen.

Mit freundlichen Grüßen

Das Felsenmammut

Offline Manfrid

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Re: Achat
« Antwort #8 am: 01 Feb 21, 08:28 »
Allerdings neigt die Formulierung aufgewölbt als Gefüge- oder Vorgangsbeschreibung zu einer einseitigen Betrachtung, da es sich vor allem das nach oben schieben beschränkt. Ein vergleichbares Gefügebild ergibt sich durch Verdichtung und Deformation des umgebenden Gesteins um einen Härtling, der die Deformation oder Verdichtung nicht (im gleichen Maße) mitmacht.
Ja, die Möglichkeit, dass die Wölbung durch Verdichtung der Matrix um einen Härtling herum zustande kommt, sollte mit dem Terminus "aufgewölbt" mit eingeschlossen sein. Nennen wir's also lieber unverfänglicher "gewölbt". - Die gleichen Wölbungsphänomene treten übrigens auch bei Calzitdrusen im Lehm auf, wo mit Schmelzflüssen jedenfalls nicht zu rechnen ist.

Offline Manfrid

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Re: Laguna-Achat
« Antwort #9 am: 09 Feb 21, 09:53 »
Hier mal noch so ein Donnereichen (ca. 4cm) mit auf- und abgewölbter Schichtung, ebenfalls mit der Fundortbezeichnung "Ojo Laguna".
Abgesehen von der Möglichkeit, die Claims noch genauer anzugeben, kommen aber doch auch sonst "normale" Achate und Donnereier in zumindest naher Nachbarschaft vor, oder? Z. B. in Cubuk, Türkei?

 

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