Glück Auf!
Zu der Fundortdiskussion kann ich nicht wirklich etwas beitragen. Wenn ich mir den Link von Mineralroli anschaue und die kritischen Anmerkungen von Klaus Schäfer, dann würde ich ja eher auf das ein oder andere Fauxpas bei der Übersetzung vom Englischen ins Deutsche tippen.
Einen Hinweis möchte ich noch geben zu dem Eingangsbeitrag von Manfrid. Da ist die Deformation des flächig orientierten Gefüges als aufgewölbt beschrieben worden. Ich glaube zu verstehen, was Manfrid meint. Allerdings neigt die Formulierung aufgewölbt als Gefüge- oder Vorgangsbeschreibung zu einer einseitigen Betrachtung, da es sich vor allem das nach oben schieben beschränkt. Ein vergleichbares Gefügebild ergibt sich durch Verdichtung und Deformation des umgebenden Gesteins um einen Härtling, der die Deformation oder Verdichtung nicht (im gleichen Maße) mitmacht. Auch Fließgefüge können ähnlich gewölbte Erscheinungen hinterlassen, vor allem wenn man nur so kleine Ausschnitte, wie sie die Thundereggs bieten, betrachtet. Fließen meint jetzt hier nicht nur das strömende Fließen, sondern auch das Breitfließen bei dem im Inneren der noch flüssigen Lava oder vulkanischen Sedimente einzelne Schichten immer dünner und dafür breiter werden. Rhyolithe decken ein breites Bildungsspektrum von aus reinen flüssigen Ergüssen bis vollständig aus Aschen oder Glutwolken sedimentiertes, verdichtetes und schließlich erstarrtes Gestein ab. Soweit mir aus der wenigen eher zufällig aufgeschnappten Literatur bekannt, konzentrieren sich Lithophysenvorkommen an obere Abschnitte einzelner flüssiger Ergüsse. Welche Bildung der Wirtsgesteine für die Lithophysenachate aus Laguna zutrifft, müsste jemand anderes mitteilen.
Mit freundlichen Grüßen
Das Felsenmammut