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Laguna-Achat

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Klaus Schäfer:
Hallo Roli,

Ich habe mir die von dir zitierte Seite mal genauer angeschaut. Unser beider Bekannter Markus Siegeris ist der Autor der Texte. Vielleicht kann er ja hier etwas weiterhelfen ?

Mineralroli:

--- Zitat ---Eine Fundortangabe wie "Laguna" ohne den Claim, oder die Fundzone etwas einzugrenzen ist einfach unpräzise.
--- Ende Zitat ---
Ich hatte gebeten dann den Fundort präzise zu benennen, kann aber nicht davon erkennen.
Ich selber kenne die Örtlichkeiten nicht.
Diese Achate werden als Laguna-Achate auf Messen angeboten (auch von bekannte Thunderegg-Sammlern).
Ich kann diese Lokation nicht dementieren und auf den Foto steht auch Laguna. So lange da kein anderer Fundort genannt wird find ich das nicht unseriös.
Ich finde, wenn man etwas bemängelt, dann sollten Lösungsvorschläge bzw. Verbesserungen die Antwort sein.

felsenmammut:
Glück Auf!

Zu der Fundortdiskussion kann ich nicht wirklich etwas beitragen. Wenn ich mir den Link von Mineralroli anschaue und die kritischen Anmerkungen von Klaus Schäfer, dann würde ich ja eher auf das ein oder andere Fauxpas bei der Übersetzung vom Englischen ins Deutsche tippen.

Einen Hinweis möchte ich noch geben zu dem Eingangsbeitrag von Manfrid. Da ist die Deformation des flächig orientierten Gefüges als aufgewölbt beschrieben worden. Ich glaube zu verstehen, was Manfrid meint. Allerdings neigt die Formulierung aufgewölbt als Gefüge- oder Vorgangsbeschreibung zu einer einseitigen Betrachtung, da es sich vor allem das nach oben schieben beschränkt. Ein vergleichbares Gefügebild ergibt sich durch Verdichtung und Deformation des umgebenden Gesteins um einen Härtling, der die Deformation oder Verdichtung nicht (im gleichen Maße) mitmacht. Auch Fließgefüge können ähnlich gewölbte Erscheinungen hinterlassen, vor allem wenn man nur so kleine Ausschnitte, wie sie die Thundereggs bieten, betrachtet. Fließen meint jetzt hier nicht nur das strömende Fließen, sondern auch das Breitfließen bei dem im Inneren der noch flüssigen Lava oder vulkanischen Sedimente einzelne Schichten immer dünner und dafür breiter werden. Rhyolithe decken ein breites Bildungsspektrum von aus reinen flüssigen Ergüssen bis vollständig aus Aschen oder Glutwolken sedimentiertes, verdichtetes und schließlich erstarrtes Gestein ab. Soweit mir aus der wenigen eher zufällig aufgeschnappten Literatur bekannt, konzentrieren sich Lithophysenvorkommen an obere Abschnitte einzelner flüssiger Ergüsse. Welche Bildung der Wirtsgesteine für die Lithophysenachate aus Laguna zutrifft, müsste jemand anderes mitteilen.

Mit freundlichen Grüßen

Das Felsenmammut

Manfrid:

--- Zitat von: felsenmammut am 01 Feb 21, 01:05 ---Allerdings neigt die Formulierung aufgewölbt als Gefüge- oder Vorgangsbeschreibung zu einer einseitigen Betrachtung, da es sich vor allem das nach oben schieben beschränkt. Ein vergleichbares Gefügebild ergibt sich durch Verdichtung und Deformation des umgebenden Gesteins um einen Härtling, der die Deformation oder Verdichtung nicht (im gleichen Maße) mitmacht.
--- Ende Zitat ---
Ja, die Möglichkeit, dass die Wölbung durch Verdichtung der Matrix um einen Härtling herum zustande kommt, sollte mit dem Terminus "aufgewölbt" mit eingeschlossen sein. Nennen wir's also lieber unverfänglicher "gewölbt". - Die gleichen Wölbungsphänomene treten übrigens auch bei Calzitdrusen im Lehm auf, wo mit Schmelzflüssen jedenfalls nicht zu rechnen ist.

Manfrid:
Hier mal noch so ein Donnereichen (ca. 4cm) mit auf- und abgewölbter Schichtung, ebenfalls mit der Fundortbezeichnung "Ojo Laguna".
Abgesehen von der Möglichkeit, die Claims noch genauer anzugeben, kommen aber doch auch sonst "normale" Achate und Donnereier in zumindest naher Nachbarschaft vor, oder? Z. B. in Cubuk, Türkei?

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