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Afrika lässt grüßen

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openpit:
Hallo,

die Quelle des 137Cs wird in Fallouts französischer Kernwaffentests in den frühen 60er-Jahren gesehen, die in der Region Reggane in Algerien durchgeführt wurden.
Ist ist ein Link zum Artikel:
https://www.acro.eu.org/wp-content/uploads/2021/02/CP-ACRO-vent-du-Sahara-v2.pdf

Glück Auf!
Micha

etalon:
Hallo Micha,

ok, danke. Ich kann leider kein Französisch, aber deine Zusammenfassung reicht mir schon.

Grüße Markus

Josef 84,55:
Hallo,

ich habe mal versucht den Peak bei ca. 475 keV in dem Spektrum im verlinkten PDF zu identifizieren, komme aber zu keinem plausiblem Ergebnis. Es würden ja grundsätzlich Spaltprodukte mit längerer Halbwertszeit, die primordialen und die kosmogen entstandenen Nuklide in Frage kommen und auch die kurzlebigen Töchternuklide in den jeweiligen Zerfallsreihen.

Mit der App Isotope Browser der IAEA kann man gut nach dem fraglichen Energiebereich filtern, man kann auch noch Filter mit der Halbwertszeit setzen, wobei man aber auch die kurzlebigen Töchternuklide ausschließt.

Für mich ist diese Nuklidzuordnung noch recht neu, gut dass wir hier aktive Nutzer haben, die viel mehr Erfahrung darin haben.

Ich gehe schon davon aus, dass jemand mit einem HPGe-Detektor sein Gammaspektroskop richtig kalibrieren kann, schade das man den K40 Peak nicht sieht.

Grüße Josef

openpit:
Hallo,

falls jemand über entsprechende Technik verfügt und messen möchte, würde ich versuchen bei Bedarf etwas Substanz leihweise zur Verfügung zu stellen. Ich habe meine gewonnene Probe verschenkt und habe keinen direkten Zugriff mehr auf diese.

Glück Auf!
Micha

etalon:
Hallo Josef,

der Peak dürfte vom Be-7 stammen. Das wird als Folgeprodukt von Spallationsereignissen in der Hochatmosphäre durch kosmische Teilchen gebildet, und je nach Wetterlage mit dem Niederschlag aus der Atmosphäre ausgewaschen. Da der gemessene Sand ja entsprechend in der Atmosphäre transportiert und mittels Niederschlag ausgewaschen wurde, und auch die Messzeiten für den Nachweis von Cs-137 bei den Probenmengen und Alter entsprechend lange sein dürfte, kommt das mit den Intensitätsverhältnissen der Peaks schon hin.

Der prominente Peak ganz vorne im Spektrum sollte vom Pb-210 stammen.

Ich dachte eigentlich auch, dass man für solche Bestimmungen eher lokal gebundene Spaltprodukte heranzieht, da Cs ja sehr gut wasserlöslich ist und dadurch allgemein sehr weitläufig migriert und auch homogenisiert (siehe Cs-137 von Tschernobyl). Allerdings sind die anderen Spaltprodukte meist sehr schlecht gammaspektrometrisch zu messen, vor allem, wenn man nur noch sehr geringe spezifische Aktivitäten erwarten kann und die Probenmengen recht klein sind.

Hi Micha,

die Möglichkeit zu messen hätte ich schon, allerdings leider im Moment gar keine Zeit, sorry.

Grüße Markus

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