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Anatas aus der Eifel

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Pcheloyad:
"Glück Auf" in die Runde,

Motiviert, selbst über den Kontinent hinweg, durch freundliche Kollegen hier im MA und einen sehr vergnüglichen Schriftverkehr mit Gerhard in "Südtirol"  ;)

Welche Fundstellen außer Reimerath

https://www.mineralienatlas.de/?l=16940

und den Schwermineralfraktionen der sedimentischen Lagerstätten ( Maubach ist im Atlas, Mechernich wird garantiert auch Anatas-führend sein )

sind bis jetzt sicher belegt ?

Zu Ahrbrück habe ich zwar Fotos gefunden

https://www.mineralienatlas.de/?l=13659

und deswegen auch gerade Helmut angeschrieben, um nicht direkt eine Bilderdiskussion loszutreten.

Bin mal wirklich gespannt. Dieses schöne "Allerweltsmineral" sollte tatsächlich umso vieles rarer sein, als die t.w. weltweit einmaligen Spezialitäten ?

Oder einfach nur "übersehen", was ich stark bezweifele. Siehe Einträge Anatas in Belgien, also auch Eifel :

https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/BilderGeordnet



Beste Grüße

Marcus

edit Mod.: bitte immer die verkürzten Fundstellen-URLs verwenden - die funktionieren auch dann noch, falls der Pfad geändert werden sollte! Danke  ;)

Klaus Schäfer:
Hallo Markus,

Du bist da was auf der Spur. Viele Anatase werden übersehen, weil sie einfach auf Stufen nicht so auffallen und weil der Mensch nur das erkennt, was ihm bekannt ist. Wolf-Gerd Frey hat mich erst vor kurzem über eine Handvoll Fundstellen in der Pfalz informiert, wo jetzt auch Anatas gefunden wurde. Ich selber bin totaler Anatas-Fan, und vielleicht habe ich deshalb den angehängten, winzigen, aber schön blauen Anatas aus dem Kohle-Bergbau im Saarland finden können. Trotz aller Anstrengungen blieb das Stück bislang einmalig.

Gerdchen:
Hallo Marcus,

in der Tat werden Anatase, zumindest bei uns in der Pfalz, gerne übersehen. Sie sind meist sehr klein aber dennoch sogar reichlich vorhanden.
Auf der Seite

https://www.mineralienfreunde-der-pfalz.de/?view=article&id=63:anatas-63&catid=56

findest du ein paar Fundstellen für Anatas in der Pfalz. Aber lange nicht alle. Beim genaueren durchsehen von Material verschiedener Fundstellen tauchen immer neue Fundorte auf. Sehr klein, aber sie sind da.

Gruß
Gerdchen

Pcheloyad:
Guten Abend Klaus und Gerd und natürlich alle in der Runde.

@Klaus : Selbst im Kohlebergbau. Das sind für mich solche "Leckereien", die ich mag. Schick Dir noch eine PM.

@Gerd : Eure Seite habe ich lange nicht mehr besucht. Wird sich gleich ändern.


Kann doch nicht nur Reimerath geben ?

Bei dem teils massenhaftem Auftreten von Titanit und Rutil und Apatit..........oh.....jetzt hab ich vielleicht etwas...

dem Fehlen von "Feldspat"  ( im Reimerather Trachyt vorhanden )  könnten die Bildungsbedingungen doch "erschwert" werden.

Die FS, welche ich in BG bearbeitet habe, liegt in einem albitisiertem Granit. In der äußeren Zone streichen Rutil-führende Quarzgänge, die an den Salbändern reichlich Titanit ( meist als Leukoxen ) und Apatit führen.

Dort, in direkter Nachbarschaft mit Apatit bildeten sich die Anatase, teils als Pseudos nach Titanit xx. Immer ist Feldspat anzutreffen. Der leider oft verwittert ist, weshalb es viel Bruch und Mikromaterial gab.

Also sitzt man hier bei Euch und es kommt eine Vermutung auf.

"Feldspat" könnte eine wichtige Vorraussetzung zur Bildung von Anatas darstellen.?

Bitte hier um Eure werten Meinungen. Jeder Gedanke kann zielführend sein.


Beste Grüße

Marcus

P.S. Wenn es im Moment nicht so weit wäre, würd ich mich morgen ins Auto setzen und mir eine Region in der Eifel anschauen, bei der mir gerade im Moment etwas eingefallen ist .........

guefz:
Hier ist zur Zeit eher schauerliches Wetter, heute Morgen auch mit Graupel, es spricht also nicht nur die Entfernung dagegen.

Zu Anatas und Feldspat: bei meinen Funden von diversen Stellen im Binntal war Feldspat nie weit weg vom Anatas. Aber in diesen Gneis-Schichten ist das ja auch nicht verwunderlich. Ist immerhin kein Widerspruch zu deiner Theorie. Im Wesentlichen dürften aber Temperatur und Druck eine Rolle spielen.

Günter

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