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Gibt es rötlichen Plagioklas analog K-Feldspat?
Lothar Schuh:
Hallo,
K-Feldspat ist rötlich. Plagioklas weiss.
- sind Fe-Spuren der Grund für die Farbe des K-Feldspat (ich vermute ja)
- wie ist das Fe ins Gitter eingebaut: als Fremdion reguläre Alkali-Gitterplätze (? Ladungskompensation K+/Fe3+)
- Warum ist kein Fe in Plagioklas
Lo
smaragd123:
Hallo Lothar
Die Aussage "K-Feldspat ist rötlich. Plagioklas weiß" stimmt erstmal so nicht. Beide Endglieder der Feldspat-Reihe kommen in verschiedensten Farben vor. In den meisten Fällen ist der Alkalifeldspat durch winzige Einschlüsse von Eisenoxiden (meist Hämatit) rot gefärbt. Wohl möglich könnten Fe3+ Ionen auch die direkten Plätze mit Aluminium tauschen. Ob das passiert und welche Auswirkungen das auf die Farbe hat weiß ich aber nicht. Es sind aber auch rote Plagioklase bekannt. Zum Beispiel rote Labradorite (Sunstones) aus Oregon, deren Farbe aufgrund von elementarem Kupfer hervorgerufen wird.
Über die Farbe von Feldspäten gibt es einen sehr interessanten Vortrag von George Rossman (Institute of Technology California), falls es dich interessiert:
https://www.youtube.com/watch?v=ejucgGmeJMA
Grüße Noah
Fabian99:
Hallo,
das Eisen-Ion ist viel zu klein für den Kalium-Platz.
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Ionenradien
Danach ist Fe3+ also rund 60pm und K+ 138pm. Ein Einbau auf einem Oktaederplatz ist günstiger. Ich müsste die Struktur erst googlen, aber Al3+ substitution halte ich für möglich.
Im Kleber, Kristallographie gibt es im Einband ein Periodensystem mit den Ionenradien der Elemente zu Koordination ;-) Melde dich sonst.
LG
Lothar Schuh:
Hallo Fabian,
Ionenradien/Goldschmidt-Regeln passen doch für Mischreihen /Phasendiagramme.
Ich denke bei dem Einbau von Fremdionen/Farbigkeit von Feldspat handelt es sich eher im ionische Farbzentren (wofür so 10 bis 1000 ppm reichen), genau wie Al2O3 + Cr3+ =Rubin?
Bin mir aber natürlich nicht sicher beim Feldspat...
Was denkst Du?
Lothar
Fabian99:
Meines Wissens: Nein, das Ion muss einfach in die Sauerstoffumgebung passen. Sauerstoff ist das größte Ion normalerweise. Das Gitter bildet die Lücken, Tetraeder Oktaeder Kubooktaeder etc, in die die kleineren Metallionen reingehen. Dabei sind Alkali größer als der Rest, das leicht gebundene Elektron macht sich gerne weit vom Kern weg ;-)
Bei deinem Beispiel hast du doch die d-Orbitale den Cr zur Färbung, direkt auf dem Al-Platz eingebaut, verwechselst du da vielleicht was mit den Farbzentren in Salzen?
LG
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