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Grube Krunkelbach

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Peter-1:
Hallo und eine  schönen Ostersonntag,

ich bekam von einem Bekannten einen "Brocken" aus Menzenschwand von der Grube Krunkelbach zu Untersuchung was dabei strahlt. Es ist ein klassisches Uran-Radium.Zerfalls Spektrum, gemessen mit einem NaI-Szintillator und Mehrkanalanalysator. Reine Gammastrahlung direkt am Stein max. 1 µSv/h.
Ich bin kein Mineraloge und kann nicht einschätzen wie eine "Gefahrensituation" dadurch bewertet wird. Sicher gibt es hier Anhaltswerte die mir dabei weiterhelfen können.
Es wäre schön etwas dazu zu erfahren.

Ostergrüße
Peter

etalon:
Hallo Peter,

hmm, so ganz verstehe ich dein Anliegen nicht.


--- Zitat ---Es ist ein klassisches Uran-Radium.Zerfalls Spektrum, gemessen mit einem NaI-Szintillator und Mehrkanalanalysator. Reine Gammastrahlung direkt am Stein max. 1 µSv/h.
--- Ende Zitat ---

Natürlich, was denn sonst? Wenn du deine Steinchen nicht in der näher von Tschernobyl mit dem Messgerät suchst, wirst du immer nur die natürliche Zerfallsreihe finden. Bei der angesprochenen Lokalität kannst du dann auch mal etwas Cs-137 oder Am-241 messen, wenn du einen Brösel Kernbrennstoff erwischt.

1uSv/h gemessen mit was? Energielinearisiert? Kontaktmessungen sind zur Gefährdungsbeurteilung grundsätzlich ungeeignet, da die erzielten Ergebnisse sehr stark von dem verwendeten Detektor und der Messgeometrie abhängen. Sinnvoller wäre eine Messung in 1m Abstand, da hier das Strahlenfeld bezogen auf den Detektor einigermaßen homogen ist, und unterschiedliche Messgeräte bei geeigneter Kalibrierung auch vergleichbare Werte liefern. Da wirst du bei diesem Stück allerdings nichts mehr aus dem Untergrund herausmessen. Die Gefährdung bei radioaktiven Mineralien geht in den seltensten Fällen von der Direktstrahlung aus. Problematisch ist das Inkorporieren von kleinsten Partikeln, welche dann zu einer nicht unerheblichen Strahlenbelastung des Körpergewebes führen können, da viele Nuklide der natürlichen Zerfallsreihe Alpha-Strahler sind. Wenn du also die entsprechenden Stücke eindost, dann sollte sich daraus auch kein Gefährdungspotential ergeben. Darüber ist das Anwenden der allgemeinen Strahlenschutzregeln im Umgang mit radioaktiven Stoffen grundsätzlich zu empfehlen (4-A Regel).

Keine Ahnung, ob das das ist, was du hören wolltest, aber vielleicht habe ich ja einen Treffer gelandet...  ;)

Grüße Markus

Peter-1:
Hallo Marcus,

danke für die Antwort. Das Gerät ist das russische RKS-20.03, also mit 2 Röhrchen der Bauart SBM-20.
Natürlich keine Energiekompensation, sondern nur das "Blech" um Beta abzuhalten.  Die Geometrie einzubeziehen wäre eine kleine Doktorarbeit.
Das Spektrum ist natürlich wie erwartet, aber es hätte auch etwas Thorium mit seinen Folgeprodukten dabei sein können. Da selbst in 30cm die Hintergrundstrahlung jede weitere Messung unmöglich macht, ist der Brocken in einem Plexigehäuse sicher harmlos.

Schönen Restostermontag
Peter

smoeller:
Hallo,

Das gezeigte Stück halte ich auch für harmlos, solange nicht pulverisiert in der Luft verteilt.

In Menzenschwand sind die Radiumbaryte wohl das gefährlichste, gefolgt von massiver Pechblende. Beides sehe ich auf dem Bild nicht.

Glück Auf!
Sebastian

etalon:
Hallo Sebastian,

meines Wissens hat man in Menzenschwand nie Radiobaryt nachgewiesen. Alle als Radiobaryt bezeichneten Stücke haben sich bei genauerer Analyse als normaler Baryt mit Ra-Konzentrationen unterhalb der NWG herausgestellt. Hast du da nähere/andere Informationen dazu?

Grüße Markus

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