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Autor Thema: Nur ein Brocken Zement?  (Gelesen 1366 mal)

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Offline Selonlui

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Nur ein Brocken Zement?
« am: 03 Apr 21, 15:10 »
Hallo,
gestern habe ich beim Spaziergang bei Berlin einen Stein mit einer sonderbar runzligen Oberfläche gefunden, den ich erst für einen Brocken Zement hielt. Augeschlagen hatte er allerdings eine rötliche Farbe, wohingegen Zement ja meiner Erfahrung nach eher bläulich ist. Weiß jemand, was das für ein Stein sein könnte?

Offline vandendrieschen

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Re: Nur ein Brocken Zement?
« Antwort #1 am: 03 Apr 21, 16:51 »
Hallo,

das wird eine kalkartige Überkrustung sein. Sowas kann sicher auch durch kalkhaltiges Wasser entstehen.
Einfach mal ne Portion Essig drüber schütten und einwirken lassen, und gucken was passiert.

Gruß
Jule

Offline felsenmammut

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Re: Nur ein Brocken Zement?
« Antwort #2 am: 03 Apr 21, 19:43 »
Glück Auf!

Ich kenne solche Muster weniger von Krustenbildung als vielmehr von Lösungsformen an Karbonatgesteinen. Es wäre also auch sinnvoll nicht nur einen Tropfen Salzsäure an der Außenseite anzuwenden, sondern auch an der frisch aufgeschlagenen Bruchfläche. Alternativ kann man auch mit einen Ritzhärtetest eine erste Einschätzung vornehmen: https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/H%C3%A4rte?redirectfrom=Mohsh%C3%A4rte&memberid=

Weitere Angaben zum Fundort und den Fundumständen wären auch wünschenswert. Auch hier mal reinschauen: https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Einsteigerguide

Mit freundlichen Grüßen

Das Felsenmammut

Offline oliverOliver

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Re: Nur ein Brocken Zement?
« Antwort #3 am: 03 Apr 21, 20:14 »
Eine ganz andere Frage - ist es überhaupt Stein?
Das Bruchmuster und bes. der Glanz auf einer der Bruchflächen ließen mich eventuell einen Kunststoff vermuten ....

Offline Selonlui

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Re: Nur ein Brocken Zement?
« Antwort #4 am: 11 Apr 21, 22:01 »
Danke für die Antworten! Entschuldigt bitte die späte Rückmeldung: an den Feiertagen und in der anschließenden Arbeitswoche bin ich leider gar nicht dazu gekommen, mich an den Computer zu setzen.
Um Kunststoff handelt es sich bei dem Fund nicht, das Foto vermittelt hier vielleicht einen falschen Eindruck. Nach dem Vorschlag von Jule und Felsenmammut habe ich den Stein einmal mit Säure in Verbindung gebracht (Bruchstück über Nacht in 5%igen Essig gestellt, da leider keine stärkere Säure zur Hand war). Sowohl die Außen- als auch die Innenseite haben sich dort, wo der Kontakt mit dem Essig war, angelöst. Dies spricht also für Felsenmammuts Vermutung von gelöstem Karbonatgestein. Die Mohs-Härte liegt etwa bei 4 (mit Eisenmesser ritzbar, mit Kupfermünze nicht). Die Frage bliebe aber, ob es sich dabei um einen Kunststein (Zement oder Baukalk) oder einen natürlichen Stein handelt.
Zum Fundort: Der Stein lag unweit einer Straße auf einem Feld bei Münchehofe, einem Ort bei Berlin, einige hundert Meter nördlich des Urstromtals der Spree.
« Letzte Änderung: 12 Apr 21, 08:05 von Selonlui »

 

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