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Autor Thema: Radiolarit-Jade  (Gelesen 1573 mal)

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Offline Horne

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Radiolarit-Jade
« am: 26 Apr 21, 15:00 »
Hallo,

als mineralogischer Laie fällt es mir die Bestimmung von Gesteinen immer besonders schwer. Bin ich doch eigentlich auf der Suche nach archäologischen Artefakten, finde dabei auch immer wieder interessante Gesteine, sei es nach der Form (Windkanter), Struktur (Gesteinsart) oder auch Farbe. Hier habe ich nun drei grünliche Steine, die ich mal grob als Radiolarite bezeichnen würde. Einer (Stein 1) fällt aber dadurch auf, dass er recht durchscheinend ist. In Verbindung mit der grünen Färbung und der Härte (ca.7) könnte man ihn da als Jade ansprechen?

Offline Horne

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Re: Radiolarit-Jade
« Antwort #1 am: 26 Apr 21, 15:04 »
Der zweite Stein ähnelt dem ersten in der gelblichen Matrix, die beiden gemein ist, ist aber nicht so durchscheinend. Und der dritte, der schon bald wie Malachit oder gar Türkis wirkt, ist völlig opak. Auch die beiden Steine haben eine Härte von 6,5-7.
Gefunden habe ich die Steine im südlichen Sachsen-Anhalt, wo nördliche Geschiebe und südliche Flussgerölle vorkommen. Das ergibt eine wirklich bunte Mischung!

Vielen Dank für eure Meinung!

Offline oliverOliver

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Re: Radiolarit-Jade
« Antwort #2 am: 26 Apr 21, 15:09 »
hallo Sven,
also Radiolarit und Jade haben nichts miteinander zu tun. Radiolarit ist ein organogen-sedimentärer Chert, der durch den Microfossilinhalt (überwiegend Radiolarien) gekennzeichnet ist, während Jade entweder massigen Jadeit (Pyroxen) oder auch Nephrit (Amphibol) meinen kann.
Also entweder / oder, aber "Radiolarit-Jade" geht sich nicht aus ... ;D

Offline Horne

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Re: Radiolarit-Jade
« Antwort #3 am: 26 Apr 21, 15:57 »
Vielen Dank, Oliver!
So dachte ich mir das auch schon, der Titel provoziert.
Aber kann es denn Radiolarit sein, wenn er durchscheinend ist? Wie kann ich als Laie die Radilarien sehen?

Offline oliverOliver

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Re: Radiolarit-Jade
« Antwort #4 am: 26 Apr 21, 17:31 »
Aber kann es denn Radiolarit sein, wenn er durchscheinend ist?

ja, durchaus

Zitat
Wie kann ich als Laie die Radilarien sehen?

normalerweise nur unterm Bino -
in Ausnahmefällen (wenns große Radiolarien sind, und guter Farbkontrast da ist) auch mit einer starken Lupe

Offline Horne

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Re: Radiolarit-Jade
« Antwort #5 am: 26 Apr 21, 18:01 »
O.K., wenn Radiolarit durchscheinend sein kann, wird es wohl welcher sein. Jadeit dürfte hier, trotz der bunten Gesteinsmischung, wohl auch nicht zu finden sein.
Mit der Lupe erkenne ich keine Strukturen.

Vielen Dank noch mal!

Offline Pcheloyad

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Re: Radiolarit-Jade
« Antwort #6 am: 26 Apr 21, 20:09 »
Guten Abend,

Erinnert mich an abgerollten "Prasem"

https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/MineralData?mineral=Prasem

Vllt. aus dem Voigtland im Laufe der Zeit nach Sachsen-Anhalt gelangt oder aus dem Norden ( Skandinavien ) mit den Gletschern nach Süden geschoben.

VG

Marcus

Offline Horne

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Re: Radiolarit-Jade
« Antwort #7 am: 26 Apr 21, 20:34 »
Hallo Marcus,

von Prasem habe ich noch nie etwas gehört. Aber von der Härte und nach den Bildern aus dem Vogtland/westliches Erzgebirge könnte das tatsächlich hinkommen. Daher kommen hier die Flussgerölle.
Den zweiten Stein könnte man da auch zuordnen.

Vielen Dank!


Offline Pcheloyad

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Re: Radiolarit-Jade
« Antwort #8 am: 27 Apr 21, 11:30 »
Hallo Sven,

Gern geschehen.

Ganz bewusst habe ich das Vogtland mit " i" geschrieben. Hängt mit meinem Familiennamen zusammen, der in Sachsen sehr verbreitet ist.  ;)

VG

Marcus

Offline Detlef

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Re: Radiolarit-Jade
« Antwort #9 am: 27 Apr 21, 13:11 »
Typisscher Oberkreidefeuerstein aus dem Geschiebe. Der kommt dort tonnenweise in allen Farbschattierungen vor. Im Anbruch kann er durscheinend wirken. Es lohnt nicht so etwas aufzubewahren.

Offline Pcheloyad

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Re: Radiolarit-Jade
« Antwort #10 am: 27 Apr 21, 20:39 »
@Detlef :

Du meinst sicher das zweite Stück, welches Sven zeigt.

Besonders das 2te Foto der 3er-Reihe.

VG

Marcus

Offline Detlef

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Re: Radiolarit-Jade
« Antwort #11 am: 28 Apr 21, 12:35 »
Ich meine beide Stücke.

 

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