Hallo Josef,
der Peak dürfte vom Be-7 stammen. Das wird als Folgeprodukt von Spallationsereignissen in der Hochatmosphäre durch kosmische Teilchen gebildet, und je nach Wetterlage mit dem Niederschlag aus der Atmosphäre ausgewaschen. Da der gemessene Sand ja entsprechend in der Atmosphäre transportiert und mittels Niederschlag ausgewaschen wurde, und auch die Messzeiten für den Nachweis von Cs-137 bei den Probenmengen und Alter entsprechend lange sein dürfte, kommt das mit den Intensitätsverhältnissen der Peaks schon hin.
Der prominente Peak ganz vorne im Spektrum sollte vom Pb-210 stammen.
Ich dachte eigentlich auch, dass man für solche Bestimmungen eher lokal gebundene Spaltprodukte heranzieht, da Cs ja sehr gut wasserlöslich ist und dadurch allgemein sehr weitläufig migriert und auch homogenisiert (siehe Cs-137 von Tschernobyl). Allerdings sind die anderen Spaltprodukte meist sehr schlecht gammaspektrometrisch zu messen, vor allem, wenn man nur noch sehr geringe spezifische Aktivitäten erwarten kann und die Probenmengen recht klein sind.
Hi Micha,
die Möglichkeit zu messen hätte ich schon, allerdings leider im Moment gar keine Zeit, sorry.
Grüße Markus