Wie bei vielen anderen Sachen auch, bestimmt nicht unbedingt die Seltenheit eines Minerals den Preis, sondern die Nachfrage. Mikroklin ist auch kein seltenes Mineral und trotzdem bezahlen viele Sammler für eine schöne Großstufe Amazonit mit Rauchquarz aus den berühmten Funden in Colorado Unmengen an Geld. Viel mehr ist es oft die Ästhetik und andere äußerliche Merkmale die den Preis nach oben treiben. Teilweise ist es natürlich auch die Seltenheit oder bei historisch relevanten Stücken, natürlich die Geschichte hinter dem Mineral.
Speziell für Scheelit ist es aber so, dass kleinere Kristalle z.B. aus China (teils beschädigt) allgemein nicht besonders teuer sind. Aus Pakistan gibt es eine große Fundstelle für Scheelit (Pari/ Gilgit) an der größere Kristalle vorkommen. Gerade wenn diese auf Matrix aufgewachsen sind können die auch schon mal teurer werden (Dies gilt allgemein für Scheelit). Aus Indien sind soweit ich weiß keine größeren Vorkommen bekannt.
Wie Lars schon gesagt hat sind aus Pechtelsgrün kaum einzelne unbeschädigte Kristalle bekannt, speziell in der Größe und dieser Ausbildungsform (Parallelverwachsungen). Ich würde den Preis als fair ansehen, ob man nun bereit ist den Preis dafür zu bezahlen ist eine andere Sache.
Allgemein kann man aber nicht eine feste Preisliste setzen und sagen Scheelite stehen preislich vor oder hinter Turmalinen, Beryllen und co. Dies läuft mit keiner Mineralstufe so ab. Mit Erfahrung kann man sich natürlich hinsetzten und zwei Stücke miteinander vergleichen und danach vielleicht auch zu einem Urteil kommen welche möglicherweise ein höheren Preis erzielen könnte. Wie auch schon oft gesagt: Schlussendlich kommt es immer darauf an wie viel der Käufer bereit ist zu bezahlen.
Grüße Noah