Hi Thomas
daß dasselbe Mineral in unterschiedlichen kristallographischen Formen auf ein und derselben Stufe auftritt, ist garnicht so selten; beste Beispiele dafür sind Quarze ( 2-3 Generationen), Fluorite ( Würfel, Oktaeder und Dodekaeder auf der gleichen Stufe) usw. Hängt i.d.R. vom Bildungsmechanismus, Zeit, Temperatur, Druck etc etc etc ab - weißt Du selbst.
Ägirin gehört zur monoklin-prismatischen Kristallklasse 2/m. Die typischen Formen sind Pinakoide a {100} und b {010} sowie Prismen m {110}, {221}, {661}, alle erwähnten Formen sind häufig.
Die typischen Kristalle vom Malosa-Massiv sind entweder spitzprismatisch oder blockig-säulig-prismatisch. Was Du als "tetragonalen " Querschnitt beschreibst, sind blockige Kristalle; die "hexagonalen " Querschnitte sind spitzprismatisch pseudohexagonal und entsprechen eher dem Klinopinakoid -Typus (auch als Akmit-Habitus bezeichnet).
Im übrigen wär ich verdammt vorsichtig mit den veschiedenen Kristallformen - gerade in Malosa treten garnicht selten Ägirine und Arfvedsonite gern nebeneinander auf - sind zwar beide monoklin - aber eben unterschiedlich in der Ausbildung. Nur son Gedanke.
gruß
collector