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Pechblende massiv

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Fabian99:
Hallo,

offensichtlich ist hier die Einheit falsch!
Sievert ist die Einheit der Dosis, also Leistung mal Zeit. Die "Strahlungsstärke" ist vergleichbar der Leistung.

Also sollte die Einheit irgendwas von mSv/s bis msV/a sein.

LG

Roadrunner:
Hallo,
was das betrifft ist es eh nur eine sagen wir mal "Hochrechnung". Es werden bei diesen Geräten nur Gamma und starke Betas gezählt.
Solche einfachen Geräte sind nicht dazu da wirkliche Strahlenbelastungen wissenschaftlich zu messen!
Man kann auch die Impulse pro Minute zählen, in diesem Fall fast 8000 in 44 Sekunden. Die Software rechnet eine gewisse Anzahl der Impulse um in die Maßeinheit Sievert bzw. mikro oder millisievert, quasi eine künstliche Hochrechnung, wenn man das so nennen darf.
Ist übrigens bei allen Geräten mit diesen russischen Zählrohren SBM so, geht technisch gar nicht anders da halt nicht alles gemessen wird was wirklich da ist!
Bis dann
Gruß Roadrunner

Josef 84,55:
Hallo,
normaler weise zeigen die Messgeräte die Dosisleistung an, entweder die Ionendosisleistung in der immer noch gebräuchlichen Einheit Röntgen/h oder in der Äquivalentdosisleistung in Sv/h an. Bei Photonenstrahlung (Gamma- oder  Röntgenstrahlung) kann man die Einheiten einfach umrechnen: 100 µR/h sind 1 µSv/h.
Was der Geigerzähler aus den Impulsen macht, hängt von seinem in ihm gespeicherten Kalibrierfaktor ab. Er wird in ein Strahlenfeld gebracht bei dem die Dosisleistung bekannt ist und so eingestellt, dass er den richtigen Wert anzeigt. Das Problem ist jetzt, dass er nur für die selbe Anortung und Strahler vergleichbare Werte liefert. Die normalen Zählrohre wie das SBM20 sind auch um ein vielfaches betaempfindlicher als auf Gamma, was eine vergleichbare Dosisleistungsmessung bei Mineralien unmöglich macht. Durch eine spezielle Schirmung um die Zählrohre können sie weitgehend so eingestellt werden, dass einerseits nur Gamma messen und diese auch bei den unterschiedlichen Energien in gleicher Effizienz. Die Photonen mit niedrigerer Energie, deren Wahrscheinlichkeit für einen Impulsauslösung höher ist, werden auch besser durch den Energiefilter geschirmt. Allerdings gehen die so abgehaltenen Photonen und Beta-Teilchen nicht mehr in die Messung ein, was das Detektieren erschwert oder verlangsamt. Zum suchen ist ein kaum geschirmtes Zählrohr ein Vorteil, hier bitte in Impulse/Minute oder /Sekunde. Eine ungefähre Dosisleistung kann man mit 2 mm Alu, 0,7 mm Eisen, notfalls auch der Hand als Energiefilter messen, sonnst sind die Messwerte hauptsächlich durch die Betastrahlung viel zu hoch. Es kommt also immer darauf an was man mit dem Messgerät machen will.
Viele Grüße,
Josef

Roadrunner:
Hallo Josef,
alles völlig richtig und korrekt. Ich wollte mit den Fotos nur verdeutlichen wie stark manche Stufen strahlen und wie sich kleinere Abschirmungen wie Dosen auswirken. Wie gesagt es ist kein wissenschaftliches Messgerät mit Eichung auf ein bestimmtes Isotop. Zum suchen im Gelände sind solche eingachen Zähler einfach unschlagbar.
Bis dann
Gruß Roadrunner

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