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Anfärben von Mineralien : Pyrophyllit
cmd.powell:
--- Zitat von: Axinit am 03 Aug 21, 13:46 ---ein interessantes, aber heute weitgehend obsoletes Thema. Die Kosten der benoetigten Reagenzien (von Beschaffungsproblemen ganz zu schweigen) duerften in den meisten Faellen die von modernen instrumentellen Analysen uebersteigen.
--- Ende Zitat ---
Abgesehen von den Beschaffungsproblemen: Die Kosten für eine instrumentelle Analyse sind nur dann geringer, wenn man auch Zugang zu solcher hat. Ansonsten dürften die meisten modernen und halbmodernen Analysegeräte die Kosten von einigen Chemikalien weit in den Schatten stellen. Und auch eine Analyse mit EDX und Raman als Dienstleistung ist nicht ganz billig. Bei mehreren Proben summiert sich das ganz gut auf. Wenn man sich in die Tüpfelmethode eingearbeitet und die Hürde mit der Reagenzienbeschaffung genommen hat, kann man mit den entsprechenden Substanzen viele Proben durchführen: Da man meistens nur winzige Mengen benötigt liegt eine Tüpfelprobe im Schnitt wahrscheinlich im Cent-Bereich.
Zur eigentlichen Frage: Geht da nicht etwas mit dem guten alten Lötrohr? Ggf. kann man das Kristallwasser ausheizen und nachweisen. Wäre das eine Option?
Axinit:
Servus,
warum habe ich nur den Eindruck, dass Sammlern in den letzten Jahren der Zugang zu preiswerter instrumenteller Analytik moeglich gemacht wurde ?
Ueberall kann man nun nachlesen, dass Mineral XY analysiert wurde - es fand hier offensichtlich eine echte Demokratisierung statt ;D.
Die Frage von Thomas bezog sich auf die (einmalige ?) Unterscheidung von Quarz/Pyrophyllit per Tuepfeltest. Von Reihenuntersuchungen war nicht die Rede.
Das Werk von Feigl (siehe meinen vorherigen) sollte die prinzipielle Frage (Unterscheidung per Test moeglich oder nicht) beantworten und laesst sich fuer ca. 30 Euro beschaffen (vielleicht umsonst per Fernleihe).
Chemikalien und simples Glasgeraet (z. B. Masskolben - nicht Messzylinder) schlagen sicher mit einem niedrigen dreistelligen Betrag zu Buche.
Eine analytische Dienstleistung setzt nicht den Erwerb eines Instruments voraus - keiner kauft eine Baeckerei um an einige Broetchen zu kommen.
Die Fragestellung von Thomas sollte sich per EDX, idealerweise per EDX und Pulverdiffraktometrie, relativ einfach und kostenguenstig beantworten lassen.
Soviel dazu - vielleicht kann sich Thomas noch einmal hierzu artikulieren.
GA,
Harald
cmd.powell:
--- Zitat von: giantcrystal am 30 Jul 21, 12:51 ---Konkret geht es um die Fragestellung, wie man dichten Pyrophyllit (Wonderstone, Agalmatolith) im Handstück von sehr ähnlich aussehenden Quarz unterscheiden kann
--- Ende Zitat ---
Ich mag da natürlich völlig daneben liegen, diese Frage kann jetzt nur noch Thomas erschöpfend klären, aber ich habe das so verstanden, das er einen einfachen Test sucht, denn man auch schnell mal im Gelände durchführen kann. Anfärben wäre da ähnlich geeignet wie ein Tropfen Salzsäure als Probe auf Calciumcarbonat und ähnlich säurelösliche Carbonate.
Mein Alternativvorschalg mit dem Lötrohr bezieht sich auf den Namen des gesuchten Minerals. Zitat Wikipedia:
"Erstmals entdeckt wurde Pyrophyllit in der Gold-Lagerstätte von Berezovskoye, in der Oblast Swerdlowsk (Ural) in Russland und beschrieben 1829 durch R. Hermann, der das Mineral aufgrund seines charakteristischen Verhaltens vor dem Lötrohr nach den griechischen Worten πυρο- pyro für Feuer und φύλλον phyllon für Blatt benannte."
Es gibt für wenige Euro kleine Taschengasbrenner als Feuerzeug, die eignen sich auch hervorragend als kleine Lötlampe (1mm Kupferdraht konnte ich damit erfolgreich an der Spitze schmelzen). Wenn färben nicht geht, dann liefert das charakteristische Aufblättern vor dem Lötrohr vielleicht das erwünsche Unterscheidungskriterium.
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