Servus,
Danke fuer den sachdienlichen Hinweis. Den Jander-Blasius habe ich auch in mehreren Ausgaben im Regal stehen, da ich das Buch ueberaus schaetze und auch noch hin und wieder nutze. Zudem durfte ich die meisten Vorproben und Trennungsgaenge oftmals durchfuehren.
Es ist und bleibt allerdings ein grosser Unterschied, Feinchemikalien unter Laborbedingungen kontrolliert in Loesung zu bringen oder ein unbekantes Mineral mit ziemlich kruden Vorproben bestimmen zu wollen.
Ich erinnere mich in diesem Zusammenhang auch an das Problem eines verzweifelten Doktoranden, der Bleichlorid, das als Beiprodukt entstanden war, aus dem Reaktionsgemisch zu entfernen.
Angesichts der "guten (!) Loeslichkeit von PbCl2 in warmen Wasser", als Faktum vorgebracht vom geballten professoralen Sachverstands im Seminar des Anorganisch-chemischen Instituts, gab dieser klein bei. Eine vernuenftige Trennung war allerdings weder mit kaltem noch mit warmen Wasser zu erreichen.
Soviel zu Theorie und tatsaechlicher Laborpraxis. Da es sich bei dem fraglichen Mineral offensichtlich um Baryt und nicht um Anglesit handelt, ist die Frage der Loeslichkeit von PbSO4 ohnehin irrelevant.
Schoen, dass dieses ueberaus interessante Thema hier im MA so qualifiziert und erschoepfend abgehandelt werden konnte.
GA,
Harald