Hallo!
Ist Euch bekannt, dass das Wort Dilettant (schreibt man übrigens so!) als Begriff ursprünglich nicht ausschließlich negativ besetzt war, sondern folgendes bezeichnete und immer noch bezeichnet: " Als Amateur oder Laie übt er eine Sache um ihrer selbst willen aus, also aus Interesse, Vergnügen oder Leidenschaft und unterscheidet sich somit von einem Fachmann. Dabei kann er vollendete Kenntnisse und Fertigkeiten erlangt haben..." ( Zitat Wikipedia, also www, keine Primärquelle, dann vielleicht eher
https://www.dwds.de/wb/dwb2/dilettant ("Grimmsches Wörterbuch", aka Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung )). Ich denke, Du meinst eher die abwertende Zweitbedeutung. So gesehen bin mindestens ich noch nicht mal ein vollendeter Dilettant in Sachen Mineralogie und mit mir wohl die Mehrzahl der Mitglieder hier. Ein Profi bin ich hoffentlich in meiner Profession, also meinem Beruf. So gesehen: Ja, hast wohl Recht, wenn Du das meinst. Du bist scheinbar so vertraut mit der Materie, dass ich Dir als Dilettant trotzdem nicht folgen kann.
Deine Aussage inhaltlich verstehe ich nämlich nicht, wo ist die Unstimmigkeit, die Du kritisierst? Ich kenne mich im Hessischen nicht aus, aber rein logisch gesehen, bedeutet für mich, dass selbst das reichliche Vorkommen eines Rohstoffes nicht automatisch bedeutet, dass sich ein Abbau/Förderung, obwohl er technisch machbar wäre, auch ökonomisch, politisch, ökologisch realisieren ließe. Das ist ja in Summe keine geologische Entscheidung. Aus meiner dilettantischen Sicht fließen in die
Relevanz eines Vorkommens auch Dinge wie Widerstände in der betroffenen Region, Umweltaspekte, Kosten für Energie, Folgekosten eines Abbaues, Kosten des auf dem Markt alternativ erwerbbaren Konkurrenzproduktes uvm ein. Meines Erachtens ist doch Abbauwürdigkeit auch eine Funktion des Zeitintervalles/der Zeitphase, in der ein Abbau durchgeführt wird. Was vor 50 Jahren relevant war, muss es nicht heute noch sein, kann in weiteren 50 Jahren aber schon wieder ganz anders gewertet werden.
Das
https://docplayer.org/163681360-Hessischer-landtag-kleine-anfrage.html ist übrigens der link zur Antwort auf die kleine Anfrage im Landtag.
Aber vielleicht habe ich Dich mißverstanden, geht es Dir nur darum, dass der Mineralienatlas als "www"(Sekundär-)Quelle genannt wird? Dann ist Dein Beitrag im www und grade hier ja erst richtig lustig. Dann Schwamm drüber und vergiss meinen Kommentar. Wobei....

T.