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Erdverfärbungen
Gelb:
Vielen Dank @Roadrunner!
Heisst dass, das die Chance besteht dort auch einen Kristall davon zu finden oder sind Kristalle und das verwitterte Vivianit unabhängig voneinander?
Wir haben auch mehrmals gedacht jetzt haben wir einen Stein gefunden mit dieser Färbung aber diese "Steine" konnte man dann doch zerreiben mit zwei Fingern. Das brachte uns auf den Gedanken dass es verwittertes Gestein sein könnte und wir einfach ein paar tausend Jahre zu spät sind :D
Habe nochmal kurz nachgedacht, Eisenphosphat.. Das kann auch bei Eisenerzlagerstätten entstehen ohne das schöne Vivianit oder?
Roadrunner:
Hallo,
ja, solche Verfärbungen deuten bei vielen Lagerstätten auf eine entsprechende Vererzung hin.
In früheren Zeiten war so etwas ein Indiez hier genauer zu suchen. Durch solche Beobachtungen entstand eigentlich der ganze Bergbau. Die Menschen haben einfach genau hingesehen und aus Ihren Beobachtungen gelernt. Dieses Wissen war quasi der Grundstein der ganzen Geowissenschaften!
Damit sich größere Kristalle bilden können, braucht es aber bestimmte Bedingungen wie Platz, ausreichend gelöste Minerale welche sich abscheiden können und auch Zeit, in welcher diese Bedingungen nach Möglichkeit unverändert bleiben.
Aber ja man kann es immer versuchen, ob man bei solchen Verfärbungen fündig wird.
Erwartet aber nicht zuviel, denn makroskopische Kristalle sind eher selten aus obigen Gründen einfach so im Erdreich zu finden. Günstiger ist es wenn dort ein festes Gestein oder ähnliches vorhanden ist, welches Hohlräume oder ähnliches beinhaltet. In diesen können sich die Oberflächenwasser sammeln und so ihre Mineralfracht im Laufe der Zeit ablagern.
Als Beispiele solcher Erdverfärbungen an der Oberfläche kann man Lagerstätten mit Kupfer (grün oder Blau) oder Kobalt (rosa) bzw. Nickel (hellgrün) anführen.
Auch der sogenannte "Eeiserne Hut" einiger Lagerstättenarten ist ein sehr gutes Beispiel für die unterschiedliche Anreicherung verschiedener Mineralien durch die oberflächliche Verwitterung und den Transport über das Wasser im Erdreich. Dieses wirkt oberflächlich bei Anwesenheit von Sauerstoff oxidierend und löst so viele Metalle oder andere Stoffe und scheidet diese dann in Höhe des Grundwasserspiegels wieder ab, da dort das Milieu zu reduzierend umkehrt (Sauerstoff wird entzogen).
Als Beispiele sind hier Metalle wie Silber, Wismut oder auch Uran in Form von Pechblende zu nennen. Ich finde das ein sehr interressantes Thema, zeigt es uns doch immer wieder auf, das alles auf diesem Planeten immer irgendwie in Bewegung ist!
In diesem Sinne
Gruß Roadrunner
Gelb:
Habe mal eine Skizze gemacht. Die verfärbte "Erde" kam erst nach etwas buddeln zum Vorschein und trat eigentlich direkt um die Brocken herum auf, ansonsten sind die Felsbrocken in sehr lehmiger erde eingepackt. Teilweise konnte man wie gesagt erahnen dass es mal Gestein war aber es kam uns nicht so vor als ob es direkt von den Brocken dort kommt.
Jetzt ärgere ich mich natürlich dass ich nicht mehr und bessere Fotos gemacht habe aber dass werde ich wohl nachholen.
Leider habe ich über diesen (mini) Steinbruch noch nichts im Internet gefunden. Könnte mir gut vorstellen dass dort in der Vergangenheit alles an Erz abgebaut wurde und nur dieses Loch zurück blieb wo heute der Kalkstein (?) zu sehen ist, kann aber natürlich auch sein dass dort nur Kalstein abgebaut wurde.
Die Grube Rotläufchen ist etwa 3km Luftlinie entfernt, aber das ist ein anderer Hügel. Die Grube Morgenstern wo auch Eisenerz abgebaut wurde ist auch nur unweit in die andere Richtung, jedoch auch auf einem anderen Hügel.
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