Hallo Argus,
Ich fürchte, für deinen Kollegen ist das Kind schon in den Brunnen gefallen. Das Kimberley-Protokoll geht folgendermaßen vor: Staaten einigen sich auf eine Vorgehensweise betreffend der Produktion und des Handels mit Diamanten. Diese einzelnen Statten zertifizieren dann die Minen und ihre Produkte. Einzelne Diamanten werden mit einem Zertifikat nur dann versehen, wenn die Herkunft der Steine in diesem Prozess gut dokumentiert ist.
Der Stein deines Freundes findet sich nicht in diesem Ablauf, er ist sozusagen "irgendwie herausgefallen". Er ist nicht nach dem Kimberley-Protokoll zertifizierbar, denn dieses Protokoll dient ja dazu, den Ursprung des Steines zu dokumentieren, der für die damit verbundenen politische Ziele ausschlaggebend ist. (Geldwäsche verhindern, Terrorismusbekämpfung, Waffenhandel unterbinden, Sklavenarbeit, Mord und Totschlag ausschließen... zusammengefasst unter dem Begriff "Blutdiamanten").
Besitzen darf dein Kollege den Stein - das Handeln damit ist ihm in zivilisierten Ländern nicht möglich.
Gruß aus Idar-Oberstein, Klaus