Glück Auf!
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Bei der Mineralstufe handelt es sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um Pyrit (gelb) auf Siderit (braun). Die Stufe ist äußerst kinderfreundlich, da wohl nur beim Werfen der Stufe eine Gefahr von selbiger ausgeht.
Die gelben Pyrite sind in der Tat als Dodekaeder ausgebildet. Dodekaeder ist aber unvollständig richtig, korrekter wäre Pentagondodekaeder (
https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Dodekaeder?edit=on). Aber auch das ist letztlich falsch, da Pentagondodekaeder eine fünfzählige Symmetrie aufweisen und fünfzählige Symmetrien eine periodische, sich wiederholende Anordnung, wie sie für den lückenlosen, regelmäßigen Aufbau dreidimensionaler Kristalle benötigt wird, verbietet. Rein mathematisch lässt sich das Pentagondodekaeder sehr wohl beschreiben und Platon hat es zu den 5 Polyedern gezählt, die aus deckungsgleichen, regelmäßigen, ebenen Vielecken begrenzt sind. Wenn man lange genug Pyritkristalle mit Pentagondodekaederform sammelt und die Winkel ausmisst, so wird man immer feststellen, dass sie stets unterschiedlich sind. Eine mathematisches Pentagondodekaeder hätte identische Winkel in jeder Ecke. Da das Pentagondodekaeder aber recht passend die Form des Pyrits mit Fünfecken beschreibt, wird es weithin genutzt. Auch der Begriff Pyritoeder wird dafür verwendet. Neben dem Pentagondodekaeder gibt es weitere Dodekaeder.
Kristallographisch interessant ist auch das Design der Unterlage der Pyritstufe auf den Fotos, obwohl es keineswegs zur Bestimmung der Stufe beiträgt.
Pyrit und auch Siderit sind an dem Fundort in Oberflächennähe instabil, oxidieren und zersetzen sich mit der Zeit. Es ist daher in der Tat von einem anthropogenen Eintrag der Mineralstufe in den Fundort anzunehmen.
Mit freundlichen Grüßen
Das Felsenmammut