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Autor Thema: Unterscheidung dendritisches Silber Pöhla oder Hartenstein.  (Gelesen 1913 mal)

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Offline Pcheloyad

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"Glück Auf" in die werte Runde,

Auf die Schnelle habe ich nichts gefunden. Jede Menge gute Fotos, aber...

Da mir vor Kurzem ein hübsches Stüfchen Silber xx auf Arsen ( höchst wahrscheinlich freigeätzt ) in die Hände gelangt ist und mir die Frage aufgrund der anderen Stufen in der Slg. schon lange unter dem Hammer bzw. den Nägeln brennt :

Könnt ihr mir bei dendrit. Silber xx ( "Fischgräten" ) auf Arsen ein paar Tips geben, wie ich unterscheiden könnte, ob Hartensteiner oder Pöhlaer Revier ?

Keine Matrix bzw. Gangmaterial an dem Stück. Foto könnte ich nachreichen, wäre aber nur eins von den vielen im Netz vorhandenen Bildern, "Ag auf As".

Nicht hackig,nicht lockig.....nur die schönen "Gräten" auf Arsen.

Vielen Dank im Vorraus und einen Guten Start ins Neue Jahr.

Marcus


Offline wolfi

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Servus,
bin kein Spezialist, aber ich kenne beide Fundstellen und ihr Silber ein bisschen. Ich glaube nicht, dass man da Unterschiede feststellen kann. Aber mal schauen, was die Erzgebirgs-Spezialisten dazu sagen.
Auch guten Rutsch!
Servus + Glück auf
Wolfi

Offline Blackminer

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An Erzstücken ohne Nebengestein, glaube ich auch nicht an eine Unterscheidung.
Ich hatte 1991 die Möglichkeit den Erzgang in Pöhla zu besuchen und auch ein paar Stücke mitzunehmen. Woran ich mich erinnere, ist, dass derber Proustit sehr häufig auf den Stücken war.
Ob das in Hartenstein auch so war, keine Ahnung, ist aber möglich. Meine Hartensteiner Funde waren nur Arsen ohne Silber.

Offline uwe

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Auf dem Scheidel der Halde 371 in Hartenstein befanden sich mehrere kleine Hügel, von denen man sagte, daß es sich um Material aus Pöhla handelte. (Wollte man möglicherweise irgend wann mal verhütten.) Wenn auf dem Etikett nur steht: Hartenstein Halde 371/2 könnte es sich um pöhlare Material handeln.  Derartiges silberhaltiges Arsen ist natürlich auch in Hartenstein und Schlema ausgebracht worden. Ich denke nicht, daß man es visuell auseinander halten kann.

Auf der 371 ist übrigens auch das walpurginhaltige Material aus Schneeberg abgeschüttet worden.

Gruß
Uwe

Online nwsachse

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Hallo,

meines Wissens lagerte auf der Halde 371 zwar auch Material von Pöhla (Skarnmaterial u. a. mit Magnetit) aber keines aus dem Pöhlaer Silberfund von 1991 (Block 0985, 120m-Sohle). Eine nähere Untersuchung dieses Vorkommens bzw. Gewinnung grösserer Erzmengen daraus  konnte wegen der Einstellung des Bergbaus nicht erfolgen.

(Bergbaumonographie Band 17, S. 110) https://d-nb.info/1055992502/34

Gelegentlich sieht man Proben von Magnetit mit der Fundortangabe "Schacht 371", die aber von Pöhla stammen dürften.

Die auf der Halde 371 abgelagerten Erze, u. a. ged. Arsen mit ged. Silber, wurden in den 1980er Jahren im Rahmen einer Erkundung auf Silbererze aus der Uranlagerstätte Schlema-Alberoda gefördert.

(Bergbaumonographie Band 14, S. 139-140) https://d-nb.info/1054803579/34

Eine visuelle Unterscheidung der "typischen" Proben mit ged. Arsen und ged. Silber aus Pöhla bzw. Schlema-Alberoda dürfte kaum möglich sein.

Jörg N.




« Letzte Änderung: 31 Dec 21, 14:07 von nwsachse »

Offline uwe

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Danke Jörg, wieder was gelernt. Da kann man mal sehen, wie sich Gerüchte so durchsetzen. Bei alle Sammler, welche ich kenne. bestand kein Zweifel, daß die kleinen Hügel auf der 371 aus Pöhla stammen.

Gruß
Uwe

Offline Pcheloyad

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Vielen Dank an Euch Alle bei der Hilfe zu meiner Frage.

Konnte ebenfalls wieder Neues lernen.

Anbei Fotos des betreffendes Stückes ( 4x3x3cm )

Viele Grüße und bis im Neuen Jahr

Marcus

 

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