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Erster Eigenfund im Jahr 2022

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oliverOliver:
Erster Eigenfund im Jahr 2022

Hallo an alle,
da auch 2021 – trotz des leider schon 2. schwierigen Covid-Jahres - die Beteiligung an dem Thema sehr rege war (siehe: https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,52899.0.html ),
möchte ich auch für 2022 wieder einen „Jahres-Erstfund“-Thread starten.

Es gilt, wie schon bisher:
- es soll der jeweils erste Eigenfund des Jahres vorgestellt werden
- es muss nicht unbedingt nur eine Stufe oder ein Fossil sein, sondern es kann auch der "ganze Fund" oder eben das beste Stück des Fundensembles vom ersten (erfolgreichen) Fundstellen-Besuch des Jahres sein
- für Mineralien, Fossilien und Gesteine
- völlig wertungsfrei, KEIN Wettbewerb!
- keine Beschränkung der Fotoanzahl
- Diskussionen und Unterhaltungen (über äußere Bedingungen, Fundchancen, Qualität der Funde, etc.) sind durchaus erwünscht!
- das Thema wird erst mit Jahresende (also irgendwann in der zweiten Dezemberhälfte) geschlossen

Ich würde mich wieder über eine rege Teilnahme freuen –
Also, auf ein neues – und hoffentlich „steinreiches“ – Jahr …
Gut Fund und Glück auf 2022!

oliverOliver:
Dann mach ich mal den Anfang:

Meinen Neujahrsbesuch (am 2.1.2022 bei prächtigem Wetter und frühlingshaften Temperaturen) stattete ich diesmal der Halde in Trimmelkam (OÖ) ab – und sie hat es mir gedankt.
Nachdem die Funde bei den letzten beiden Besuchen nicht gerade umwerfend waren (beim vorletzten mal sehr mäßig, beim letztenmal – im Oktober 2021 – sogar äußerst besch…eiden), war ich diesmal recht zufrieden. Aber auch andere Sammler hatten offenbar die selbe Idee, und zwar schon einige Tage früher – im verwachsenen bzw. bewaldeten Teil der Halde waren einige z.T. großflächige, offensichtlich ganz frische Schürfstellen (anscheinend erst von den Weihnachtsfeiertagen) zu sehen.

Es gab zwar erwartungsgemäß nichts Weltbewegendes – aber doch einige recht nette Hölzchen (Bild 1+2), und einen ganzen Kübel (nein, keinen Obi-Eimer, sondern einen schwarzen Lagerhauskübel  ;D) voll Farnrhizome – leider überwiegend eher kleine Exemplare (Bild 3). Mein Sammelkollege Sepp fand sogar ein Kieselholzstück mit einem schönen, für die Fundstelle recht großen, prächtig 3D-herausgewitterten Astabgang – so ein Spitzenstück blieb mir leider verwehrt.
Die Fotos zeigen die Stücke im Fundzustand – gewaschen werden sie erst im Frühling, vorerst dürfen sie noch eine Weile Winterschlaf halten. Bild 4 zeigt ein paar Osmunda-Rhizome, die auch schon vor dem Reinigen erahnen lassen, dass sie ganz gut sein dürften.
Hat also ausnahmsweise mal durchaus erfreulich angefangen, mein Sammeljahr! Bleibt nur zu hoffen, dass es auch so weitergeht …….


(p.s.: Link zur Fundstelle im Lexikon: https://www.mineralienatlas.de/?l=8767 )

Pcheloyad:
Auch bei mir der 2te Januar. Ebenfalls prächtiges,fast frühlingshaftes Wetter.

Ein Bergwerk in seinen letzten Fördermonaten.Bald sind die Vorräte erschöpft bzw. wird der Abbau den Eigentümern zu teuer und der Gewinn zu gering.

https://www.mineralienatlas.de/?l=33629

Das Wachpersonal hat leider immer noch die Anweisung alle des Geländes zu verweisen, auch wenn man sich schon teils jahrelang kennt.

Ein paar Erzbrocken die auf dem Fahrweg herumlagen wurden eingesackt und zu Hause auf einer Kleinstufe ( 4x3x2 cm ) nach der Reinigung die Überraschung unterm Bino.

Kakoxen xx in limonitischem Hohlraum nebst ged. Gold in Quarz.

Habe zwar schon einige Kombinationen vom gelbem Element von dort, aber mit Kakoxen war mir bis jetzt neu.

Bildbreite ca. 15mm

Foto 1. das Au befindet sich rechts vom Kakoxen im Quarz ( der Kakoxen sitzt in der lim.Druse )

Foto 2. oben das Gold unterhalb Pyrit, rechts der Kakoxen im Limonit ( reimt sich irgendwie sogar )

Viele Grüße

Marcus

S-C-H-U-B-E-R-T:
Ja, der 2. Januar: ob nun in Österreich, Bulgarien oder Mitteldeutschland - es war überall frühlingshaft und schneefrei  ;) An dem Sonntag schaute ich mal im Kalksteinbruch bei Bad Kösen vorbei:

https://www.mineralienatlas.de/?l=9493

Mein erster Eigenfund 2022 ist ein Coelestin, den ich auf recht skurrile Art und Weise bergen konnte: Mit der Akkuflex war ich an einem Stein mit einer Druse mit den für Bad Kösen typischen karamellfarbenen Kristallen beschäftigt. Von außen sah die Druse vom Umfang einer größeren Kirsche zwar ganz hübsch aus - weshalb ich ja auch die Flex ansetzte -, aber nicht unbedingt spektakulär. Wie weit sich die Kristalle noch nach innen erstreckten, war nicht ersichtlich. Ein paar Zentimeter neben der Druse schnitt ich also mit der Flex in den Kalkstein - und durch die Vibration fiel ein Segment der Druse mit Matrix (siehe Fotos!) heraus.

Die Stufe misst insgesamt 4,5 x 4,5 cm, der tafelig-prismatische Kristall 1,5 x 1,5 cm und ca. einen halben cm dick. Zwei Mal habe ich versucht ihn auf dem Foto "mit Hochglanz" einzufangen, ein Mal ohne, damit die Originalfarbe besser zur Geltung kommt. Bei dem einen Detailfoto sieht man noch das Negativ eines zum Glück sauber herausgebrochenen weiteren Kristalls.

Die war der einzig brauchbare Kristall der Druse - und für mich eine schöne Ergänzung meiner Coelestinsammlung  ;D

Grüße
Benedikt

oliverOliver:
Bei uns ist der "Zwischenfrühling" leider schon wieder vorbei - was ich schade finde, denn eigentlich wollte ich mir am Wochenende 1, 2 Felder anschauen.
Gestern war`s zwar sonnig, aber saukalt - die Lufttemperatur kam den ganzen Tag nicht in den Plusbereich, im Schatten blieb der Reif bis zum Abend. Und in der Nacht zogen Wolken bzw. Hochnebel auf - das Ergebnis:
eine hauchdünne Schneeschicht (eigentlich nicht der Rede wert, aber eben doch alles flächendeckend weiß) über tief gefrorenem Boden .....

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