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Autor Thema: Sonderlichen Stein gefunden  (Gelesen 2010 mal)

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Offline walden

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Sonderlichen Stein gefunden
« am: 07 Jan 22, 00:33 »
Hallo Zusammen,

erster Beitrag. Ich sammel schon lange schöne, markante und (für mich) besondere Steine, aber nie versiert, noch kenne ich mich mit der Materie aus.

Bei meinem heutigen Waldspaziergang in einem Waldgebiet, abseits der Wege am Steilhang, in Hagen Hohenlimburg ist mir ein Stein auf dem Waldboden aufgefallen.

Das Lila ist satt und glänzt sehr stark. Was kann es sein? Ist es vielleicht nur Farbe?

Bin mir nicht sicher ob es nur an der Oberfläche ist, da ich bis jetzt vorsichtig war und den Stein lediglich grob oberflächlich untersucht habe. Mit dem Fingernagel und der Messerspitze ließ sich die Schicht nicht abkratzen. Ich dachte vielleicht sind es auch Flechten oder Pilze, aber bei der Farbe kann ich mir das nicht vorstellen. Im Sommer gab es hier ein starkes Hochwasser und Erosion, weshalb viele Steine zu Tage gekommen sind.

Habt ihr eine Idee worum es sich hier handelt? Ist das Phänomen anthropogen oder natürlich? Und handelt es sich hierbei gar um eine Art Kristall, Mineral oder Metall? Was kann ich tun um der Sache auf den Grund zu gehen?

Offline walden

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Re: Sonderlichen Stein gefunden
« Antwort #1 am: 07 Jan 22, 00:46 »
Koordinaten  ~ 51.37338280075698, 7.5617966258142735

Online grille

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Re: Sonderlichen Stein gefunden
« Antwort #2 am: 07 Jan 22, 18:11 »
Hallo walden,
ich betätige mich mal als Wahrsager.
Habe "sowas" eimal in der Nähe einer alten Schleifmittelfabrik, als künstlichen Korund, gefunden.
Teste einmal die Härte.
Glück auf,
grille

Offline walden

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Re: Sonderlichen Stein gefunden
« Antwort #3 am: 08 Jan 22, 00:35 »
Hallo grille,

vielen Dank für die Antwort.

Habe gerade den "Härte" Test nach Punkt 8 im Einsteigerguide durchgeführt. Der Stein ist massiv, lässt sich absolut nicht zerbröseln und ich kann Schrammen ins Glas ritzen wobei es nur etwas staubt. Er lässt sich auch nicht leicht spalten. Magnet scheint eher nicht zu reagieren.

Habe etwas mit dem Hammer drauf gekloppt. Eine kleine Ecke ist abgebrochen. Das "Lila" ist dort nur an der Oberfläche. Siehe Foto.

Habe das Gefühl es ist kein dort üblicher Stein, also kein Ton, Schiefer oder Kalk, aber da kann ich mich absolut auch täuschen.

Ich dachte es kann auch gut einfach nur ein von Menschen bemalter Stein sein. Dabei hätte ich aber eine andere Abwitterung der Farbe erwaret (Farbe eher noch in den Kuhlen vorhanden und nicht mehr an den exponierten Stellen und Kanten - das Gegenteil scheint scheint eher der Fall zu sein). Trotzdem, irgendwas anthropogenes könnte es gut sein.

Online grille

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Re: Sonderlichen Stein gefunden
« Antwort #4 am: 08 Jan 22, 13:22 »
Hallo walden
Dann hat der Stein nichts mit dem vermeindlichen Korund zu tun. Er würde sonst durch und durch rosa und wie aufgeblasener Schaum ausschauen.
Glück auf,
grille

Offline Bruno80090

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Re: Sonderlichen Stein gefunden
« Antwort #5 am: 08 Jan 22, 19:03 »
Au vu de ces échanges, je penserais à une couche d'oxydation de surface d'un sulfure ou sulfosel. L'irisation sur ces couches de surfaces oxydées est fréquentes comme sur des chalcopyrites par exemple. Maintenant, de quel sulfure il s'agit, il manque trop d'éléments et des analyses plus approfondies me semblent nécessaires

Offline Uwe Kolitsch

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Re: Sonderlichen Stein gefunden
« Antwort #6 am: 08 Jan 22, 19:39 »
Ist das lila Zeug hart oder weich? (Spitze Nadel nehmen).

Offline walden

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Re: Sonderlichen Stein gefunden
« Antwort #7 am: 09 Jan 22, 01:00 »
Hallo Uwe,

das lila Zeug ist eher hart.

Mit der Nadel ließ sich das Ganze tatsächlich gut untersuchen. Dabei ließ sich teilweise die lila Schicht abblättern. Sie ist sehr dünn und drunter ist der normale Stein zu sehen. Inzwischen glaube ich es ist doch nur Farbe. Dennoch ein sonderlicher Fund.

Vielen Dank für die Beiträge.

Offline felsenmammut

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Re: Sonderlichen Stein gefunden
« Antwort #8 am: 09 Jan 22, 03:12 »
Glück Auf!

Wenn man die Arbeitshypothese Korund weiter verfolgt, so sollte der Fund mit einer scharfen Kante auch Quarz ritzen. Quarz wäre für den Fundort das härteste, wenn überhaupt in solch großen Stücken vorkommende Mineral.

Bei einer natürlichen Kupfermineralisation würde ich bei dem Fundort mehr Sekundärmineralisation, die durch eine Grünfärbung auffallen sollte, an der Oberfläche des Fundes erwarten. Zugegeben, die jetzige Färbung lässt einen sehr schnell an Bornit und Covellin denken.

Mir sind schon oft genug Steine begegnet, die mit einer hauchdünnen Schicht überzogen waren und dadurch vor allem schwarz-bläulich metallisch schimmernde Farben angenommen haben. Mineralogisch ist im Allgemeinen von einem Gemenge aus einer gewissen Vielfalt an Eisen/Mangan-oxiden/hydroxiden auszugehen. Für einige dieser Minerale und Mineralgemenge sind bunte Anlauffarben bekannt. Die Strichfarbe variiert in weiten Grenzen von Brauntönen.
In Kiesgruben sah ich gelegentlich ganze Zonen, in denen das gesamte Kiesmaterial mit einer so farbenfrohen Schicht überzogen war. Wenn die Steine dann durch die Aufbereitung viele Mal irgendwo angestoßen sind, platzt einiges der Schicht ab und man findet Steine, die nur noch flickenartig einen Überzug aus Anlauffarben haben. Aus Steinbrüchen kenne ich solche Erscheinungen auch.

Neben dem oben genannten Härtetest an Quarz könnte man noch versuchen die Strichfarbe des farbigen Überzugs zu ermitteln. Allerdings hilft zweiteres nicht, die Natur der Hauptmasse des Funds näher einzugrenzen. Eine Dichtebestimmung könnte einen Hinweis geben, in welche Richtung die Benennung gehen könnte. Vorsicht ist allerdings geboten. Wenn es sich um eine deutlich poröse Struktur handelt und viel Gasvolumen bei der Dichtemessung als Volumen mitgemessen wird, dann ermittelt man eine Durchschnittsdichte, die geringer ist als der Großteil des Feststoffs, aus dem der Fund besteht. Der farbige Flickenteppich hätte bei üblichen Hausmittelmethoden keinen Einfluss auf das Ergebnis.

Wenn eine UV-Lampe verfügbar ist, kann man sich den Fund auch Mal unter UV-Licht anschauen. Fluoreszenzfarben können bei der Bestimmung hilfreich sein.

Mit freundlichen Grüßen

Das Felsenmammut

Mit freundlichen Grüßen

Das Felsenmammut

 

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