Hi Mathias
danke auch für Deine 2. Antwort.
Ich gebe Dir vollkommen Recht - man kann einfach nicht alles wissen; daher habe ich versucht, meinen Fragenkomplex in dieses Forum zu bringen, in der Hoffnung, vielleicht auf jemand zu treffen, der sich mit der Materie auskennt.
Mein Hauptproblem ist halt, daß ich, wo immer ich auch recherchiere, immer wieder auf die gleichen Aussagen treffe. Vielleicht mach ich auch was falsch, da ich mich bisher immer an die Geologie und Mineralogie gehalten habe und da hats wohl in den letzten Jahren nicht so viel Interesse an meinem Thema gegeben.
Mir ist mittlerweile bewußt, das man das alles eigentlich interdisziplinär betrachten sollte; hier werde ich wohl eher bei den Physikern fündig werden. (Schwerpunkt: Flüssigkristalle).
Ich möchte das Thema auch nicht in diesem Forum weiter vertiefen . Hatte schon vor Monaten mal eine ähnliche Diskussion zur Bildung von Dendriten aus Magmen begonnen, da kam garkeine Antwort.
Deine Erklärungen gepaart aus gesundem Menschenverstand und Geowissen sind alle sehr einleuchtend, wenngleich sie mich nicht überzeugen. Ist auch sehr schwierig, gemeinsam über etwas zu diskutieren, zumal Du Dich noch nie mit Reticulit beschäftigt hast ( hast Du schon mal solches Material gesehen oder in der Hand gehabt ? ).
Bitte, fass das nicht als abwertend auf. Ich selbst bin weder Geologe noch Physiker und gebrauche auch nur meinen Menschenverstand. Und es läßt sich nicht ableugnen, wenn man eine Retikulit-"struktur" betrachtet, daß da weder Kugeln vorliegen, noch amorphe Aggregate. Die einzelnen Gerüstfäden (Stäbchen) sind geometrisch dreikantig, es gibt ausgeprägte, sich wiederholende Winkel innerhalb des Gerüstes, die Formen sind einwandfrei geometrisch und wiederholen sich.
Selbstverständlich akzeptiere ich, daß es unterschiedliche Bildungsvoraussetzungen ( wie von Dir beschrieben) gibt. Es ist aber auch Tatsache, daß Magmen in der Erstarrungsphase in allerkürzester Zeit embryonale Kristalle bilden können.
Hier liegt mein Ansatzpunkt und hier bin ich bisher kaum weitergekommen.
Dünnschliffe:
Hab ich auch aus dem Lexikon-Artikel, den Du zitiert hast (siehe unter Dichte). Ich bin sicher, daß sich der Verfasser des Artikels kaum Gedanken gemacht hat, wie man solche Dünnschliffe herstellt und auch nur irgendwo abgeschrieben hat. Mit den von mir gesammelten Reticuliten dürfte man wohl kaum Dünnschliffe herstellen können, das wäre, als würde man versuchen wollen, Watte zu schleifen.
Um die Strukturen zu untersuchen, braucht man auch keine Dünnschliffe. Die geometrischen Formen sind makroskopisch sehr deutlich sichtbar, Insofern bin ich etwas verwirrt mit Dünnschliffen solch fragiler Materialien.
Ich schlage vor, daß wir das Thema sein lassen sollten; ich werde versuchen, anderweitig Erleuchtung zu bekommen. Dessenungeachtet nochmal Dank für Deine Hinweise.
besten gruß
collector