Hallo zusammen,
egal, wie man es nimmt, es wird immer geteilte Meinungen über irgend eine Sache geben, dass dabei der nunmehr schon so viel besprochene Neid dabei nicht fehlen darf, liegt in der Natur der Dinge.
Was ich allerdings absolut nicht ab kann, und da steht bei mir der Neid an hinterster Stelle, ist, wenn sich "Sammler" - oder sollte man besser sagen: "Räubersammler" egal wo auch immer, über, - unter Tage mit schwerem Gerät ans Werk machen, um letztendlich ihre Sammelleidenschaft - oder besser: Gier, zu vergolden.
Ich sammle nunmehr schon seit fast 15 Jahren und habe bislang noch kein einziges Stück verkauft. - Selber Schuld, wird wohl der eine oder andere jetzt sagen, womit er natürlich nicht ganz unrecht hat. Ist mir letztendes auch piepegal, soll jeder machen, was er will..... so und jetzt kommen wir zu einem Punkt, an dem ich manchmal ausrasten könnte: Wenn Du Stefan meinst, dass es eben auch Leute gibt, die sich durch das Sammeln ihren Lebensunterhalt oder ihr Kilometergeld für die Exkursionen erarbeiten, dann kannn ich da gerade noch mithalten. - Wenn es aber dann "Sammler?" gibt, die wie bereits oben erwähnt, eine Fundstelle, koste es was es wolle, -nach mir die Sintflut, abbauen und dadurch das Sammeln verboten wird, weil z.B. geologische Bodendenkmäler maschinell zerstört werden, dann hört bei mir der Spass auf.
Ob man dann noch von Neid sprechen kann, wenn man auf Börsen diese Stufen sieht, und hinterher erfahren muss, dass an seit langen Jahren besuchten Fundstellen plötzlich Verbotsschilder angebracht werden, nur weil einige "Sammler" sich mit den derart gemachten Funden mal wieder eine Exkursion bezahlen lassen, möchte ich stark bezweifeln.
Ob man nun neidisch ist, oder nicht, ob man eine Fundstelle für sich behält oder nicht, sind Fragen von Selbstdisziplin bzw. Abwägen von verschiedenen Fakten. Was aber niemals aufkommen darf ist, dass wir in unseren Reihen gewissenlose "Sammler" als unsere Kollegen betrachten, und gleichzeitig wissen, dass es ihnen nur ums Geld geht.
Was nützt es mir, oder noch schlimmer was nützt es einem Anfänger unseres schönen Hobbies, der zwar weiss, dass es hier und dort diese und jene Mineralien gibt, man aber aufgrund der Tatsache, dass leider Verbote ausgesprochen werden mussten, weil sich einige wenige nicht an die Regeln hielten, und man für den Rest der Zeit dort nicht mehr sammeln darf oder aufgrund bestimmter Vorkommnisse die Behörden nicht mehr ein Auge zudrücken, sondern - verständlich - jeden, der erwischt wird, sofort mit einer Anzeige belegen?
Meiner Meinung nach darf jeder neidisch sein, wie er will, er selbst wird es wohl kaum als Neid empfinden, das wird eher von der Umgebung so aufgedichtet, nach dem Motto: hättste wohl auch gerne! Ich selbst freue mich auch über jede schöne Stufe, die ich bei meinen Sammlerkollegen zu sehen bekomme, nur sind dies eben Kollegen, die Ihre Schätze nicht an die grosse Glocke hängen um hoffentlich jemanden zu finden, der das maximale dafür bezahlt, - und dann noch der bittere Nachgeschmack mit den Überbleibseln der "Sammelleidenschaft" dieser "Kollegen". Dann ist es mir lieber, ich weiss gar nicht, was es an manchen Fundstellen so alles gibt, kann dafür dort aber noch viele Jahre in Ruhe sammeln und auch mal mit dem Revierförster, wenn er gerade mal vorbei kommt, gemütlich plaudern und ihm meine Funde vom Tag zeigen, ohne Angst haben zu müssen, verjagt zu werden.
Grüsse,
Bernd