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"Seltsames" von der Halde Haniel in Bottrop und wieder einmal 0 Ahnung / Kunststoff 2k Harz
ruebezahl:
Glück auf,
erst dachte ich dat is'n Stück alten Schlauch aber das kann ja im Gesteinsverbund schlecht sein. Also ich halte es für eine künstliche Verfugung, wird auch im Bergbau öfter eingesetzt. Die Materialien sind verschieden, auf jeden Fall künstlich.
Wer mehr wissen will z.B hier:
https://www.academia.edu/298513/Assessment_and_Comparison_of_Grouting_and_Injection_Methods_In_Geotechnical_Engineering?auto=citations&from=cover_page
MfG
ruebezahl
Heureka:
Guten Abend und Glück auf,
vielen Dank für eure Mühe wegen meinem kleinen seltsamen Fund und für den Fachartikel hinsichtlich der künstlichen Verfugung zur Stabilisierung im Bergbau. Den Gedanken, dass es so etwas sein könnte, hatte ich ganz zu Anfang auch schon einmal gehegt.
Leider hatte ich heute kaum Zeit und den Artikel jetzt nur ganz kurz quergelesen, um schnell zu schauen, was genau die da reinpumpen. Da steht aber nur sowas wie: "Es basiert auf der Vermischung von Bindemitteln (wie Zement, Kalk und anderen Additiven)". Was immer diese anderen Stoffe auch sein mögen, wird sich wohl anhand meines Steins nicht klären lassen und wir könnten es auch dabei belassen, weil ich euch für sowas nicht noch mehr Zeit rauben möchte...
Gestern hatte ich noch ein wenig versucht zu recherchieren, was es sein könnte. So ganz glaube ich es eher nicht mehr, dass es ein Kunststoff ist. Vielleicht gehört es in die Klasse der "Organischen Minerale“. Zumindest hatte ich so etwas gefunden und da gibt es wohl welche mit solch geringer Dichte. Irgendwas zwischen einer Ähnlichkeit von Bernstein/Copal und Mellit... Könnte so etwas möglich sein oder wäre so etwas ausgeschlossen? Auch dieses Ozokerit (Bergwachs) hatte ich gefunden und Bilder, die ähnlich meiner `Substanz` aussehen. Zwar auch mit gelb/orange aber nicht einfarbig.
Dann hatte ich den Fund etwas gesäubert und kurz weiter daran rumgemacht. Die Flächen haben einen Glanz wie Wachs und so wirklich nach Plastik fühlt es sich doch nicht an. Geht auch soeben mit dem Fingernagel eine Spur zu hinterlassen. Dann hatte ich noch Detailfotos von dem kleinen eingewachsenen Stück gemacht, die es vielleicht noch etwas verdeutlichen können. Dann habe ich noch festgestellt, dass man mit einer Taschenlampe durchleuchten kann.
Morgen folge ich eurem Rat und verbrenne ein Stückchen und werde berichten.
Danke für die Geduld :)
Eine gute Nacht und einen schönen Sonntag wünscht
Christiane
ruebezahl:
Glück auf Christiane,
Organominerale, ja, ich denke, so etwas liegt hier auch vor, ist gängige Technologie. Auf diesem Gebiet gibt es aber leider mehr Betriebsgeheimnisse (RAG) als öffentlich zugängliches Wissen, es hat keinen Sinn, hier als Laie eine Probe se!bst genau bestimmen zu wollen.
In Deiner Umgebung müsste es aber doch noch möglich sein, ehemals Beschäftigte oder Ansprechstellen des Zechenbetriebs (RAG, Bergleute, Techniker, Ingenieure, Wissenschaftler) zu kontaktieren. Diese potentiellen Quellen könnten hilfreich sein, unter dem obigem Vorbehalt, dass nicht alles nach außen darf.
MfG
ruebezahl
Hydrobora89:
Hallo zusammen
Das ist ganz klar 2k Harz was auch in Stuttgart 21 Bahnprojekt benutzt wird um das Gebirge zu stabilisieren Habe an der Halde am Kohnstein auch tonnenweise gefunden ;D sogar Bohrlöcher die damit ausgefüllt sind ...
Mfg Christian
ruebezahl:
Glück auf,
--- Zitat von: Hydrobora89 am 20 Feb 22, 09:17 ---Hallo zusammen
Das ist ganz klar 2k Harz was auch in Stuttgart 21 Bahnprojekt benutzt wird um das Gebirge zu stabilisieren Habe an der Halde am Kohnstein auch tonnenweise gefunden ;D sogar Bohrlöcher die damit ausgefüllt sind ...
Mfg Christian
--- Ende Zitat ---
Also wohl keine Biominerale sondern im Prinzip bloß ein Epoxidprodukt
OT: auf Epoxidharze wird m.W. auch gerne bei Bernsteinproblemen zurückgegriffen, sowohl seriös in der Paläontologie als auch bei "Verbesserungsmaßnahmen" 8).
Aus der Polymer- und Biomineralforschung kommt immer raffinierteres und resistenteres Zeugs, im Allgemeinen ein Fortschritt für Technik und Medizin, leider aber auch für die ehrenwerten Stufen- und Fossilienbastler.
MfG
ruebezahl
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